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Die Apple Watch ist nichts für mich

Ich habe ges­tern die Apple Watch zurück­ge­bracht, die ich vor eini­ger Zeit zum Tes­ten bekom­men hat­te. Stahl, 42 Mil­li­me­ter, mit Stahl-Glie­der­arm­band und schwar­zem Leder­arm­band (plus dem Mila­ne­se, weil das mir so gut gefiel). Die Uhr ist wirk­lich sehr schön, aber sie funk­tio­niert für mich nicht. Der Fun­ke will nicht über­sprin­gen.

Apple Watch Schachtel, Deckel

Dafür gibt es eine gan­ze Men­ge Grün­de. Die wich­tigs­ten: Ich sehe für mich kei­ne „Kil­ler-App“. Ich möch­te mei­ne Uhr nicht jeden Abend auf­la­den müs­sen. Dau­ern­de Noti­fi­ca­ti­ons gehen mir zuneh­mend auf den Geist. Ich bin weder sport­lich noch habe ich Lust, mein (phy­si­sches) Selbst zu quan­ti­fi­zie­ren. Last, but not least mag ich mei­ne mecha­ni­sche Arm­band­uhr sehr.

Apple Watch Rückseite, in Schachtel

Die Soft­ware der Uhr ist eigent­lich noch Beta und wird mit dem bereits ange­kün­dig­ten watchOS 2 sehr viel bes­ser wer­den. Gleich­zei­tig wer­den Ent­wick­ler dann mit dem nati­ven SDK sehr viel inter­es­san­te­re Apps für die Watch schrei­ben kön­nen als bis­her. Natür­lich hät­te ich dar­auf noch war­ten kön­nen. Woll­te ich aber letzt­end­lich nicht. Weil mich die Watch auch in punc­to Nach­hal­tig­keit und Lang­le­big­keit nicht über­zeugt. Und weil ihr wie allen ande­ren Digi­tal­uh­ren und Smart­wat­ches für mich etwas von der ästhe­ti­schen und phi­lo­so­phi­schen Dimen­si­on von Uhren und Zeit ver­lo­ren­geht.

Watch am Handgelenk, im Hintergrund iPhone 6 Plus und Nomos Club

Kurz bevor ich die Watch von Apple zum Tes­ten erhielt, habe ich übri­gens bei Arte eine ganz wun­der­ba­re GEO-Repor­ta­ge über jun­ge Men­schen gese­hen, die in der Schweiz das sel­te­ne Hand­werk des Uhren­re­stau­rie­rens ler­nen. Gut mög­lich, dass mich die­ser Film ein ganz klein wenig beein­flusst hat.

Autor

Thomas Cloer ist Corporate Communications Manager in München. Hier schreibt er privat über allerlei, was ihn so interessiert.

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  1. Hi Tho­mas – da ich nie Uhren tra­ge, kann ich Dei­ne Argu­men­ta­ti­on gut nach­voll­zie­hen. Ich brau­che schon kei­ne Zeit­an­zei­ge am Hand­ge­lenk, geschwei­ge den Rest on my Wrist. Bye – Ray

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