Lob Phänomenal Unterwegs

Das neue iPad

Seit Mon­tag habe ich das „neue iPad“ zum Tes­ten. Und ich weiß jetzt auch, war­um Apple es ein­fach nur „das neue iPad“ genannt hat. Weil jedes bis­he­ri­ge iPad näm­lich schlag­ar­tig alt aus­sieht, sobald man das neue ein­mal auch nur halb­wegs aus der Nähe gese­hen hat. Das Reti­na-Dis­play ist wirk­lich so unglaub­lich viel bes­ser* als das bis­he­ri­ge, dass man sich in der Tat fra­gen muss, was Apple in der nächs­ten Genera­ti­on da eigent­lich noch bes­ser machen soll.

Der Rest ist doch irgend­wie egal – wen inter­es­sie­ren schon A5X, Vier-Kern-Gra­fik, LTE (vor allem in Deutsch­land) oder 30 Gramm mehr. Das neue Dis­play ist schlicht der Ham­mer. Und der Rest vom Innen­le­ben ist ein­fach so schnell, dass alles, aber auch wirk­lich alles flüs­sig läuft. Und dabei viel­leicht auch mal ein biss­chen warm wird.

So ganz ohne ist das aller­dings nicht mit die­ser unglaub­li­chen Reti­na-Auf­lö­sung. Ers­tens müs­sen sich jetzt sowohl die gan­zen Pixel­pu­sher bei den App-Ent­wick­lern und vor allem die gan­zen Tablet-Publisher mäch­tig ins Zeug legen (bei Web­sei­ten ist das wohl weni­ger wahr­schein­lich), um der neu­en Hard­ware gerecht zu wer­den – mit der Fol­ge, dass Apps und digi­ta­le Bild­schirm­me­di­en natür­lich zukünf­tig um eini­ges grö­ßer aus­fal­len wer­den. Was Men­schen ohne fet­te Inter­net-Pipe ganz schön ärgern kann und auch lang­sam ver­ständ­li­cher macht, war­um es das iPad nicht nur mit 16 Giga­byte, son­dern auch mit 32 und 64 GB Spei­cher gibt.

Und zwei­tens ver­deut­licht das neue Dis­play bei genaue­rem Hin­se­hen, dass die aller­meis­ten heu­te ver­füg­ba­ren Sys­tem- und Web-Schrif­ten nicht für eine der­art fei­ne Dar­stel­lung ent­wi­ckelt wur­den. Das gilt ins­be­son­de­re für Web­fonts, die häu­fig müh­sam hand­op­ti­miert sind, damit sie auf dem Bild­schirm schön aus­se­hen. Nur halt auf einem Bild­schirm mit 72 oder 96 dpi. Ich bin mal sehr gespannt, ob es dafür in abseh­ba­rer Zeit eine geschei­te Lösung geben wird – ange­sichts der Tat­sa­che, dass Schrift­ent­wick­lung ein­fach immer noch jede Men­ge Hand­ar­beit und damit Zeit benö­tigt, ein ziem­li­ches Dilem­ma.

*Man bekommt hier zumin­dest einen klei­nen Ein­druck vom Qua­li­täts­un­ter­schied, wenn man das Bild oben zum Ver­grö­ßern anklickt (auf einem grö­ße­ren Bild­schirm zumin­dest) bezie­hungs­wei­se den Link dahin­ter mit Rechtsklick in einem neu­en Tab oder Fens­ter öff­net…

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