Kritik Persönlich

Ein digitales Armutszeugnis

Goog­le hat­te zu Ende Juni 28.768 Mit­ar­bei­ter. Davon sind die Mehr­zahl Ent­wick­ler. Ange­sichts des­sen ist es mir schlicht ein Rät­sel, wie Goog­le (so ges­tern gesche­hen) ein Update sei­ner Google+-App für iOS ablie­fern kann, das jetzt offi­zi­ell auch auf dem iPad lauf­fä­hig ist.

Mehr aber auch nicht, denn die App läuft nur in iPho­ne-Grö­ße und ist damit schlicht und ein­fach auf dem Tablet unbrauch­bar. Es ist ver­ständ­lich, wenn Goog­le die haus­ei­ge­ne mobi­le Platt­form Andro­id bevor­zugt behan­delt. Aber wenn schon eine iOS-App statt Mobi­le Web, dann bit­te­schön auch rich­tig. Es kann ja wohl nicht sein, dass nicht in Moun­tain View, Zürich, Mün­chen oder sonst­wo ein paar Goog­le-Ent­wick­ler sit­zen, die eine sau­be­re iPad-App für Goog­le+ hin­be­kom­men. Zeit dafür war inzwi­schen genug.

Aber viel­leicht will Goog­le das auch gar nicht? Wenn man genau hin­schaut, haben sie ja nicht mal das „g“ im Icon scharf bekom­men. Also ich fin­de, das ist ein digi­ta­les Armuts­zeug­nis…

Autor

Thomas Cloer ist Corporate Communications Manager in München. Hier schreibt er privat über allerlei, was ihn so interessiert.

3 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. teezeh sagt:

    Ich glau­be nicht, dass Goog­le es sich bei Goog­le+ erlau­ben kann, iOS ohne Prio­ri­tät zu behan­deln. Sie wol­len schließ­lich damit die brei­te Mas­se errei­chen, und ein gro­ßer und vor allem auch sehr inter­es­san­ter Teil der brei­ten Mas­se ist mobil mit iOS unter­wegs. Das weiß auch Goog­le nur zu genau…

  2. Immer­hin läuft die Goog­le+ App jetzt auf dem iPad. Das tat sie näm­lich bis­her nicht und so konn­te man nicht vom iPad mal schnell ein Foto pos­ten, son­dern muß­te erst den Umweg über Pica­sa Web­Al­bum machen. Aber rich­tig, eine Uni­ver­sal App so anzu­kün­di­gen, ist frech.

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