Abgemahnt von KSP im Auftrag der dapd

Herrschaftszeiten, ich krie­ge noch die Krise. Ich fand heu­te Abend in mei­nem Briefkasten ein Schreiben der ein­schlä­gig bekann­ten Hamburger KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Darin wird mir vor­ge­wor­fen, dass ich auf mei­ner Website mit der Domain www​.tee​zeh​.de (also die­ser hier) das Urheberrecht der dapd nach­rich­ten­agen­tur GmbH ver­let­ze. Diese habe KSP ord­nungs­ge­mäß bevoll­mäch­tigt, wird mir anwalt­lich versichert.

Die Mandantin – also die dapd – habe „das aus­schließ­li­che Nutzungsrecht i.S.d. Urheberrechtsgesetzes“ an Fotos/Lichtbildern unter den als Anlage auf­ge­führ­ten URLs, schreibt mir KSP-Anwalt Dr. Peter C. Richter.

Als URL fin­det sich im Anhang dann einzig
https://​www​.tee​zeh​.de/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​1​1​/​0​1​/​p​a​l​i​n​-​t​a​r​g​e​t​s​.​jpg

Ich habe die dort lie­gen­de Grafik – es han­delt sich defi­ni­tiv um kein Foto oder Lichtbild – in der Tat in mei­nem Blogpost „Politisches Vitriol“ vom 9. Januar 2011 ver­wen­det (laut mei­nen Server-Logs wur­de sie übri­gens in letz­ter Zeit nicht abge­ru­fen, kei­ne Ahnung wie und wann KSP den URL ermit­telt hat).

Allerdings bin ich mir ganz sicher, dass die dapd dar­an nicht das aus­schließ­li­che Nutzungsrecht i.S.d. Urheberrechtsgesetzes hat. Die Grafik steht näm­lich auch heu­te noch für jeder­mann öffent­lich auf der Facebook-Seite von Sarah Palin.

Der URL dazu lautet
http://​www​.face​book​.com/​n​o​t​e​s​/​s​a​r​a​h​-​p​a​l​i​n​/​d​o​n​t​-​g​e​t​-​d​e​m​o​r​a​l​i​z​e​d​-​g​e​t​-​o​r​g​a​n​i​z​e​d​-​t​a​k​e​-​b​a​c​k​-​t​h​e​-​2​0​/​3​7​3​8​5​4​9​7​3​434

und der direk­te Link für die Grafik
http://​a2​.spho​tos​.ak​.fbcdn​.net/​h​p​h​o​t​o​s​-​a​k​-​s​n​c​3​/​2​4​9​7​2​_​3​8​2​9​2​5​7​8​3​5​8​7​_​2​4​7​1​8​7​7​3​5​8​7​_​3​6​5​5​1​7​8​_​2​7​3​6​9​6​8​_​n​.​jpg

Ich habe heu­te Abend – aller­dings nicht wegen schlech­ten Gewissens – mei­nen erwähn­ten Blogpost so geän­dert, dass die Grafik nicht mehr von mei­nem Server, son­dern direkt von der Palinschen Facebook-Seite gela­den wird und zudem auch dort­hin ver­linkt. Die (iden­ti­sche) Datei liegt unter dem von KSP genann­ten URL aber vor­erst wei­ter auf mei­nem Server, schließ­lich will ich hier kei­ne „Beweismittel vernichten“.

Die von KSP gefor­der­ten 445 Euro für den der dapd angeb­lich ent­stan­de­nen Schaden zuzüg­lich Dokumentationskosten und Rechtsanwaltsvergütung wer­de ich ange­sichts der aus mei­ner Sicht ein­deu­ti­gen Sachlage nicht wie bis spä­tes­tens zum 12.07.2011 erwar­tet über­wei­sen und die Angelegenheit nöti­gen­falls mei­nem eige­nen Anwalt übergeben.

Ich fin­de es boden­los, dass man sich als „klei­ner Blogger“ mit sol­chen Schikanen her­um­schla­gen muss. Bislang ist KSP pri­mär wegen angeb­li­cher Urheberrechtsverstöße bei Texten von dapd und AFP aktiv gewor­den; Bilder schei­nen eine neue Masche zu sein. Ich bin gespannt, wie sich die Sache wei­ter entwickelt.

[red_box] Die Sache ist vom Tisch. Ich habe von der dapd eine klä­ren­de Email erhal­ten (die Schadenersatzforderung wird zurück­ge­zo­gen), deren voll­stän­di­ger Veröffentlichung ins­be­son­de­re an die­ser Stelle die Agentur aller­dings aus eige­nem Recht wider­spricht. [/red_box]

82 Antworten

  1. Avatar von Dirk S

    Das find ich auch ein nicht gera­de einen fei­nen Schachzug der KSP und dapd. Es sind auf dem Bild kei­ne copy­rights ver­merkt. Insofern könn­te man nicht mal wegen einer – falls es sowas gibt – „ordent­li­chen“ Lizenz nach­fra­gen. Hast Du mal mit der eigent­li­chen Quelle Kontakt aufgenommen?
    Warum soll­te SarahPAC die Infografik exclu­siv an die dapd lizen­sie­ren? Wäre doch völ­lig blöd­sin­nig, wenn man eine vira­le Kampagne star­ten will? Ist blöd, wenn kei­ne Lizenzen sau­ber ange­ge­ben sind…
    Aber ich wür­de mich da wohl auch wehren! 

    1. Avatar von teezeh

      Eine öffent­lich bei Facebook ein­ge­stell­te Grafik kann IMHO gar nicht exklu­siv an jeman­den lizen­ziert sein. Das wür­de schon den Facebook-TOS wider­spre­chen, wenn ich das rich­tig sehe. 

  2. Avatar von Björn

    Ich emp­feh­le eine nega­ti­ve Feststellungsklage um den Schaden beim Gegenüber zu maximieren. 🙂 

  3. Avatar von Thomas Wiegold

    Oh, ob ein Jurist mal klä­ren könn­te, ob hier ein Betrugsversuch vorliegt? 

  4. Avatar von @Krosten

    Oweih oweih oweih! tee­zeh abge­mahnt wegen…nichts! via @martinweigert

  5. Avatar von oohpss

    Na ja, wie sich die Sach wei­ter­ent­wi­ckelt ist eigent­lich klar.
    Die Infos kom­men von da: http://​www​.pho​to​pa​t​rol​.de/
    Wesentlicher Kunde ist dapd. Jedenfalls ist dapd der Kunde, der auf der Startseite ange­ge­ben wird.
    Servicepartner ist besag­te Rechtsanwaltskanzlei.
    (Mit-)Eigentümer von Photopatrol ist Herr Vorderwülbecke.
    Der auch (mit-)Eugentümer von dapd ist.
    Somit hat dapd hier ein auto­ma­ti­sier­tes System ein­ge­rich­tet, mit dem sie die ver­meint­li­chen Urheberrechtsverletzungen verfolgt.
    Nach mei­nem Informationen scheint es aber so zu sein, dass bei die­sen auto­mat­sier­ten Verfahren bezgl. Abmahnungen für Urheberrechtsvereltzungen ein paar Euro ver­langt wer­den kön­nen. Denn Sinn und Zweck der Abmahnung ist das die Rechtsverletzung abge­stellt wird. Und dies ist zumin­dest gegen­über den „Kleinen“/Privaten recht ein­fach zu erreichen.
    Ich mei­ne auch, dass es sich dabei inzwi­schen um eine all­ge­mei­ne Rechtsauffassung handelt.
    Daraus ergä­be sich: Hier betreibt einer der Gesellschafter der dapd ziel­ge­rich­tet, auto­ma­ti­siert und vor­sätz­lich Abzocke.
    Aber was soll man von Finanzinvestoren ande­res erwar­ten? Es geht um nichts ande­res als die Rendite.
    Grüße
    oohpss
    PS.: Hinweis: Diese Darstellung ist in jeder ein­zel­nen Aussage als auch ins­ge­samt mei­ne per­sön­li­che Meinung. Diese basiert mög­li­cher­wei­se auf Mutmaßungen und mög­li­cher­wei­se auch auf fal­schen Schlussfolgerungen. Meinungen sind nach aktu­el­ler Rechtsauffassung einer Überprüfung nicht zugänglich. 

  6. Avatar von Netzjournalist

    Schräge Nummer und schon an sich ein Zeichen dafür, dass die Sitten ver­kom­men. Wird wahr­schein­lich über ein Pixel oder eine Prüfsumme erle­digt… war­um da aber nicht mal ein Abruf zu sehen ist, ver­ste­he ich nicht.
    Die Sache ist aber so offen­sicht­lich, dass da jeder ver­nünf­ti­ge Richter zu Deinen Gunsten urtei­len wird. Ggf. kann man da press­tech­nisch etwas nach­hel­fen, dass es gar nicht zu einem Prozess kommt.
    Deckt sowas eigent­lich irgend­ei­ne Versicherung ab? Also Deinen Anwalt, wenn es gar nicht erst zu einem Urteilsspruch kommt? 

  7. Avatar von Hirbel

    Meine Empfehlung: Suche mal nach Vorgehensweisen bei Abmahnungen wegen uner­laub­ter Bildnutzung, z.B. bezo­gen auf die bekann­ten Abmahner „Marions Kochbuch“. Ich hat­te da mal eine Abmahnung (aus eige­ner Blödheit), habe aber die Forderung von ~800 Euro auf 125 gesenkt:

    100 Euro Abmahngebühr (geht an Anwalt)
    20 Euro Bildlizenz
    5 Euro uner­laub­te Nutzung/Quelle nicht angegeben

    Da der Anwalt so sei­ne 100 Euro erhält wird er wohl kaum auf den aus­ste­hen­den Betrag bestehen, weil sich auch sei­ne Gebühren anhand des Wertes orientieren.

  8. Avatar von WolfgangP
    WolfgangP

    ggf hilf­reich dürf­te sein, dass die rekur­si­ve Bildersuchmaschine Tineye die ent­spre­chen­de Grafik 536 x im Internet fin­det, die Dunkelziffer dürf­te höher sein.
    http://​www​.tineye​.com/​s​e​a​r​c​h​/​9​0​4​c​c​3​d​f​1​2​4​3​3​4​b​f​5​c30

  9. Avatar von Eddie

    Nur weil eine Grafik auf Facebook steht, bist du der Meinung du dürf­test sie ein­fach ver­wen­den? Rein recht­lich gese­hen ist die Abmahnung voll­kom­men nachvollziehbar.

    1. Avatar von teezeh

      Das ist IMHO öffent­li­che Wahlkampfwerbung. Ich hal­te die Abmahnung defi­ni­tiv nicht für „voll­kom­men nach­voll­zieh­bar“, sonst hät­te ich gezahlt und das hier nicht alles auf­ge­schrie­ben – erzähl Du mir doch bit­te mal, wie­so irgend­ei­ne deut­sche Nachrichtenagentur das aus­schließ­li­che Nutzungsrecht an die­ser Grafik rekla­mie­ren kön­nen sollte. 

  10. Avatar von Thomas Kuhn
    Thomas Kuhn

    Wenn ich es recht sehe ist das nicht mal eine von dapd pro­du­zier­te geschwei­ge denn dis­tri­bu­ier­te Infografik. In dem Falle müss­ten Die m.E. auch nach­weis­pflich­tig sein, dass Sie über­haupt die Rechte besit­zen. Und das wäre vor gericht nach­zu­wei­sen. Angesichts der Sonderlichkeit des Falles und sei­ner Rahmenbedingungen könn­te ich mir vor­stel­len, dass dapd es nicht auf eine sol­che Prüfung ankom­men lässt. Der Imageschaden dürf­te ziem­lich teu­er werden …

  11. Avatar von coffeemick
    coffeemick

    Und was stand denn sinn­ge­mäß in der Email? Schließlich bist Du mit denen durch das ein­sei­ti­ge Zusenden der E‑Mail kei­nen Vertrag ein­ge­gan­gen, der Dir die inhalt­li­che Wiedergabe verbietet. 

    1. Avatar von teezeh

      Die Kurzfassung wäre wohl, dass ich fälsch­li­cher­wei­se Opfer eines weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­ten Verfahrens gewor­den bin. Und dabei belas­se ich es mal an die­ser Stelle. 

      1. Avatar von oohpss

        Und wegen die­ses „weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­ten Verfahrens“ ist es Abzocke.
        Das Agenturen gege­ben­falls ihre tat­säch­li­chen Rechte ver­tei­di­gen ist okay.
        Dass sich aber Abmahnanwälte mit­tels eines auto­ma­ti­sier­ten Verfahrens dumm und dämm­lich ver­die­nen ist unter aller Kanone. Eigentlich wäre das ein Fall für die Rechtsanwaltskammer.
        Soweit ich die aktu­el­le Rechtsprechung nach­voll­zie­hen kann, dürf­den für sol­che Sachen von Rechtsanwälten höchs­tens 100 Euro berech­net wegen. Gerade wegen dem auto­ma­ti­sier­ten Verfahren.
        Und desh­lab ist es wich­tig, dass die­ses Argument für den Fehler der Abmahnung publik gemacht wird.
        Dem nächs­ten, der von KSP mit die­ser mas­si­ven Honorarforderung abge­mahnt wird, soll­test Du Deine Unterschtüzung abie­ten, indem Du ihm anbie­test Dein Schrieben zur Verfügung zu stellen.
        Damit könn­te das Abzocker-Geschäftsmodel die­ses Anwalts und sei­ner Agentur ganz schnell das Wasser abge­gra­ben werden. 

        Grüße
        oohpss 

  12. Avatar von teezeh

    Das ist eine gute Anregung, der ich prompt Folge leis­ten werde. 

  13. Avatar von Martin / Dimido IT

    Ist ja toll, dass die Sache vom Tisch ist. Trotzdem, wie die auf dich gekom­men sind, wenn dei­ne Logs kei­nen Besucht von irgend­et­was auf­ge­zeich­net haben, wür­de mich interessieren 😉 

    1. Avatar von muehsam
      muehsam

      Ganz ein­fach, per z.B. Google Bildersuche. Da hat Otto Normalabmahnbot alles was er braucht – Link zur Seite und ein Thumbnail das er mit sei­ner Datenbank abglei­chen kann. 

  14. Avatar von oohpss

    Ich zitie­re mal mich selbst:
    „Die Infos kom­men von da: http://​www​.pho​to​pa​t​rol​.de/
    Wesentlicher Kunde ist dapd. Jedenfalls ist dapd der Kunde, der auf der Startseite ange­ge­ben wird.
    Servicepartner ist besag­te Rechtsanwaltskanzlei.
    (Mit-)Eigentümer von Photopatrol ist Herr Vorderwülbecke.
    Der auch (mit-)Eigentümer von dapd ist.
    Somit hat dapd hier ein auto­ma­ti­sier­tes System ein­ge­rich­tet, mit dem sie die ver­meint­li­chen Urheberrechtsverletzungen verfolgt. “ 

    1. Avatar von teezeh

      Vielen Dank für die inter­es­san­ten Hinweise. Ich schau mal, was ich dar­aus noch machen kann. 

    2. Avatar von yurik

      kannst Du veri­fi­zie­ren, dass Martin Vorderwülbecke auch an Photopatrol betei­ligt ist? Ist fin­de dazu kei­ne Quellen… 

      1. Avatar von teezeh

        Das müss­te oohpss beant­wor­ten – ich fin­de dazu eben­falls nichts. Die Webseite von Photopatrol bie­tet ohne­hin kaum har­te Fakten außer dem Namen des geschäfts­füh­ren­den Gesellschafters Sven Friedrichs. Insbesondere kei­ne Details über die ver­ban­del­ten „Servicepartner“, zu denen die KSP gehö­ren dürf­te. Über das „Abrechnungssystem Fair Pay“ fin­det man in Suchmaschinen auch herz­lich wenig. 

        Einer Meldung im Pressebereich kann man zumin­dest ent­neh­men, dass die Webplattform für Photopatrol von der Firma Akra kom­plett im Auftrag ent­wi­ckelt wur­de. Ansonsten haben prak­tisch alle ange­ge­be­ne­n­en Quellen eine ein­zi­ge ver­öf­fent­li­che Pressemitteilung wört­lich oder sinn­ge­mäß über­nom­men, der gan­ze Pressebereich ist IMHO den Namen nicht wert. 

        Interessant ist auch die Behauptung mit der paten­tier­ten Technik des Fraunhofer HHI, die Photopatrol nutzt. Möglich ist das natür­lich. Allerdings fin­det sich in der Suche des HHI kein Hinweis auf Photopatrol oder den Auftragsprogrammierer Akra. Da soll­te man viel­leicht mal beim HHI nach­fra­gen, was für eine Technik das sein könn­te, wor­in die Zusammenarbeit bestand und ob Photopatrol über­haupt berech­tigt ist, das HHI-Logo auf sei­ner Website zu führen. 

        Fragen über Fragen… 

  15. Avatar von Wolfgang Zehrt
    Wolfgang Zehrt

    Hallo, ich bin Pressesprecher bei dapd und möch­te die­ses Thema offen und ehr­lich kom­men­tie­ren: es geht ganz bestimmt nicht dar­um pri­va­te Blogger, Websites von Vereinen etc. zu „ver­fol­gen“. Es ist aber in der Tat rich­tig das das – lei­der – abund­zu pas­siert. Warum? Bitte stel­len Sie sich ein­mal vor, Sie wür­den wie dapd ins­ge­samt jeden Tag rund 1.600 Nachrichtenbilder ver­brei­ten, die von Fotografen in der gan­zen Welt gemacht wor­den sind, von „A“ wie Afghanistan bis „Z“ wie Zypern. Für die­se Bilder, genau wie die Bilder von dpa, AFP, Reuters etc. zah­len unse­re Medienkunden anstän­di­ge Honorare. Im Sinne der Fotografen und der zah­len­den Kunden müs­sen wir schlicht her­aus­fin­den, ob unse­re Fotos werb­lich oder geschäft­lich (!) benutzt wer­den, ohne das wir respek­ti­ve die Fotografen Geld dafür erhal­ten. Sorry, aber das kann nicht sein. Das bei dem in der Tat weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­ten Prozess Fehler pas­sie­ren ist uns abso­lut unan­ge­nehm, auf der ande­ren Seite kön­nen wir unmög­lich von Hand jeden Monat die Verwendung von etwa 50.000 Bilder im Internet che­cken, das kann kei­ne Agentur der Welt. Bitte wen­den Sie sich wirk­lich sofort, ger­ne auch an mich per­sön­lich, an dapd, wenn Sie das Gefühl haben wir wer­fen Ihnen zu Unrecht eine Urheberrechtsverletzung vor. Aber wür­den wir und ande­re Agenturen nicht ver­su­chen das Urheberrecht an Bildern zu schüt­zen, dann gäbe es vor allem aus den Krisen-Regionen die­ser Welt wohl bald nur noch „Pressebilder“ der dor­ti­gen Regierungsstellen… 

    1. Avatar von teezeh

      Werter Kollege Zehrt, 

      es ist klar, dass die dapd ihre Rechte an Texten und Bildern gel­tend machen darf und muss, wenn dage­gen im wei­ten Netz an etli­chen Stellen ver­sto­ßen wird. Das ist Ihr gutes Recht. 

      Allerdings kann ich das von Ihnen dabei prak­ti­zier­te Procedere nicht akzep­tie­ren. In mei­nem kon­kre­ten Fall wird in dem Schreiben Ihrer Inkassokanzlei KSP an kei­ner Stelle belegt, gegen wel­ches Urheberrecht ich genau ver­sto­ßen haben soll­te. Auch nicht, wie dapd und/oder KSP den Verstoß kon­kret ermit­telt haben will – allein dafür soll­ten mir jedoch 100 Euro „Dokumentationskosten“ in Rechnung gestellt werden. 

      Ich per­sön­lich hat­te das Glück, gut ver­netzt zu sein und rasch eine aus mei­ner Sicht erfreu­li­che Aufmerksamkeit auf mei­ne Angelegenheit len­ken zu kön­nen (wes­we­gen ver­mut­lich ja auch Sie sich jetzt hier zu Wort gemel­det haben). Viele ande­re Betroffene wer­den die­se Möglichkeit wohl nicht in glei­chem Maße haben. 

      Eine Anfrage bezüg­lich Nachweis der Urheberrechtsverletzung an die von KSP ange­ge­be­ne Email-Adresse dapd@​ksp.​de wur­de mir bis jetzt nicht beant­wor­tet. Ein ange­spro­che­ner dapd-Kollege hat­te mir freund­li­cher­wei­se emp­foh­len, mich doch in der Sache auch direkt an copyright@​dapd.​de zu wen­den, was ich dann am Freitagvormittag auch getan habe. 

      Ich habe dar­auf­hin vom stell­ver­tre­ten­den dapd-Chefredakteur Rainer Höhling zumin­dest eine Mail erhal­ten, in der mir die Rücknahme der Schadenersatzforderung ange­kün­digt wird. Diese Mail besteht m.E. weit­ge­hend aus Textbausteinen und geht nicht auf mei­ne Frage ein, wie eine öffent­li­che Wahlpropaganda von Sarah Palin dem Urheberrecht von dapd unter­lie­gen kann. Auf mei­ne neu­er­li­che Nachfrage bis­her eben­falls kei­ne Antwort. 

      Des Weiteren ver­mis­se ich in der Mail das Wort „Entschuldigung“ für den mir ent­stan­de­nen Ärger bis Schaden. Stattdessen muss ich lesen, dass jede der­ar­ti­ge Angelegenheit zunächst „einer drei­fa­chen mensch­li­chen Kontrolle“ unter­zo­gen wird, bevor KSP ein Forderungsschreiben ver­schickt. Und dass dabei lei­der „spe­zi­el­le Konstellationen“ unent­deckt blei­ben könn­ten, was eben mir wider­fah­ren sei. Was an mei­ner Konstellation jetzt spe­zi­ell sein soll, ver­mag ich beim bes­ten Willen nicht zu erkennen. 

      Jedenfalls kön­ne man mich dafür nur um Verständnis bit­ten, schreibt Kollege Höhling. Die Deutsche Bahn bit­tet auch immer um Verständnis, wenn mal wie­der einer ihrer ICEs lie­gen­bleibt. Von Ihnen – damit mei­ne ich dapd und/oder KSP – hät­te aller­dings ich eine Entschuldigung erwar­tet und erwar­te sie weiterhin. 

      Und ich den­ke, Sie wären wirk­lich gut bera­ten, wenn Sie Ihr weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­tes Forderungs-Verfahren um eine deut­lich gründ­li­che­re Kontrolle durch Mitarbeiter mit gesun­dem Menschenverstand und Augenmaß erwei­tern würden. 

      In Hoffnung dar­auf ver­blei­be ich
      mit freund­li­chen Grüßen, 

      Thomas Cloer

    2. Avatar von Nils Hitze
      Nils Hitze

      Hallo Herr Zehrt, 

      vie­len Dank für die Klarstellung. 

      Evtl. soll­ten Sie nicht unbe­dingt eine für Ihren, sagen wir mal unglück­li­chen, Umgang mit pri­va­ten Seitenbetreibern bekann­te Anwaltskanzlei beauftragen. 

      Warum rich­ten Sie nicht ein­fach eine Seite auf dapd​.de/​a​b​m​a​h​n​ung ein und erklä­ren GENAU die­se Problematik dort, zusam­men mit einem Ansprechpartner an den man sich wen­den kann. Ich kann mir nicht vor­stel­len dass die nega­ti­ve Presse und Gegenklagen soviel güns­ti­ger sind als ein­fach offen auf die Leute zuzu­ge­hen. Nebenbei wür­de dies noch Ihrem Image als Dienstleister gut tun und wäre end­lich mal ein Lichtblick in die­ser gan­zen unsäg­li­chen Abmahnerei. 

      Anderes Thema: Haben Sie zufäl­lig mit der „sid sport infor­ma­ti­ons dienst gmbh“ zu tun? 

      1. Avatar von teezeh

        Ich bin mir nicht sicher, ob der Herr Zehrt die Antworten auf sei­nen Kommentar abon­niert hat. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, schreib lie­ber direkt per Email. 

      2. Avatar von Nils Hitze
        Nils Hitze

        Das stimmt natür­lich, gute Idee 

    3. Avatar von Sascha Stoltenow

      Wenn angeb­lich kei­ne Agentur die Verwendung von 50.000 Bildern monat­lich über­prü­fen – wie che­cken auf Deutsch heißt – kann, wäre die Lösung dafür viel­leicht ein Geschäftsmodell. Meine Erwartung hin­ge­gen ist aber, dass genau die­se Fähigkeit bei einer Nachrichtenagentur bereits vor­han­den ist. Der Fall löst also bei mir die Frage aus, ob Nachrichtenagenturen ihre Prozesse im Griff haben, oder nicht? Und war­um sie bspw. nicht die tech­ni­schen Möglichkeiten nut­zen, um eben die­se Leistung zu erbrin­gen? Dass Sie dann noch ver­su­chen, die dapd und ande­re Nachrichtenagenturen zu welt­wei­ten Hüter der Pressefreiheit zu erklä­ren, wo eine ein­fa­che Bitte um Entschuldigung ange­bracht wäre, ist ein der­art ekli­ger Propagandakleister, dass jedem halb­wegs intel­li­gen­ten Leser nur bleit, den Kopf zu schütteln. 

    4. Avatar von le D

      Das nennt sich Anspruchsberühmung. 

      Die ein­zig rich­ti­ge Reaktion ist eine nega­ti­ve Feststellungsklage, denn die kos­tet die dadp rich­tig Geld (Größenordnung 1.500 € auf­wärts), denn anders scheint es die dadp nicht zu lernen. 

      Ich wür­de mir dann ja noch wün­schen, dass der Grafiker anschlie­ßend aus eige­nem Recht noch­mal wegen der unbe­fug­ten Verwarnung gegen Euch vor­geht und den Deckel damit ver­dop­pelt. Anders scheint ihr es nicht zu lernen. 

      Es ist schlicht eine Sauerei und „kön­nen wir unmög­lich von Hand jeden Monat die Verwendung von etwa 50.000 Bilder im Internet che­cken“ ist für unbe­rech­tig­te Abmahnungen kei­ne Entschuldigung. Ihr müsst das che­cken, sonst lauft Ihr ganz ein­fach Gefahr, dass es an Euer Portemonnaie geht. 

      Ich (nur Anwalt) mache der dadp hier­mit eine kla­re öffent­li­che Ansage: eine unbe­rech­tig­te Abmahnung an einen mei­ner Mandanten (und ich ken­ne eine gan­ze Menge Blogger) gibt eine kom­men­tar­lo­se nega­ti­ve Feststellungsklage mit zeit­glei­cher Information an den tat­säch­lich Berechtigten, damit er Euch auch noch in Anspruch nimmt. 

    5. Avatar von Tilman

      Mir ist ein Fall bekannt wo ein Verein (also „e.V.“ im Namen) sehr wohl einen Brief von KSP bekom­men hat. Ich habe die­sem Verein nun den Link zu Ihrem Beitrag geschickt. 

      1. Avatar von Tilman

        „Fürs Protokoll“ – der von mir oben genann­te Fall (Verein) hat sich nun tat­säch­lich erle­digt. Danke sehr Herr Zehrt. 

  16. Avatar von Ralf

    Die KSP hat mich auch abge­mahnt. Habe auch eine Private Seite. Anscheinend trifft es eben doch mehr­heit­lich die pri­va­ten Blogger. Wie kann ich sie kon­tak­tie­ren Herr Zehrt ? und was sagen sie zu Texten aus den Jahren 2005 ? 

    1. Avatar von teezeh

      Die Email-Adresse von Herrn Zehrt fin­dest Du leicht über Google. Drittes Suchergebnis. 

    2. Avatar von Wolfgang Zehrt
      Wolfgang Zehrt

      Das mit dem Kontakt hat inzwi­schen geklappt?, bit­te sen­den Sie mir auch noch ein­mal den Hinweis auf die Texte aus 2005. Das gan­ze Thema ist bei uns auf Chefredakteursebene ange­sie­delt wor­den, wir arbei­ten sehr inten­siv dar­an den gan­zen Prozess so zu gestal­ten, dass die­se Fehler nicht mehr auf­tre­ten. Das ist kei­ne lee­re Versprechung, aber ich den­ke gera­de User, die die­se Seite nut­zen wis­sen was es heisst, monat­lich rund 50.000 Bilder und deren Verwendung im WWW zu dokumentieren. 

    3. Avatar von yurik

      Ich bin von einer Kanzlei aus Karlsruhe wegen dapd-Bildern auf mei­ner klei­nen Hobby-Seite abge­mahnt wor­den.… Ich wuss­te gar nicht, dass Photopatrol und dapd irgend­wie zusam­men­hän­gen… Interessant! 

      Bei mir ist es aller­dings lei­der so, dass es tat­säch­lich dapd-Bilder waren, die sich wegen eini­ger tech­ni­scher Fehler auf mei­ne Seite „geschli­chen“ hatten… 

      Und bei Fehlern auf der pri­va­te Seite reicht es ja bekannt­lich lei­der nicht, wenn man „sor­ry, Versehen“ sagt… Ich wer­de also wohl zah­len müssen.… 

  17. Avatar von Helge

    Bin heu­te eben­falls von KSP wegen einer Urheberrechtsverletzung (auf mei­ner Website) ange­schrie­ben wor­den (ange­mahnt ist es ja noch nicht). Dank die­ses Blogs hof­fe ich auf güt­li­che Klärung des Sachverhalts. Habe erst Mal freund­li­chen E‑Mail-Kontakt zu dapd auf­ge­nom­men. Hoffe doch, dass das den Ball flach hält. 

    1. Avatar von teezeh

      Da drü­cke ich mal die Daumen. Was war es denn bei Dir – tat­säch­lich Material, an dem dapd / AP das Urheberrecht hat? Oder auch ein offen­sicht­li­cher Fehlschuss der Photopatrol-Software? 

  18. Avatar von Jochen

    Der W. Zehrt will Pressesprecher sein, kann aber kein das/dass rich­tig set­zen??? Dann wun­dert mch nichts mehr, nix für ungut… 

    1. Avatar von Werder

      Das hat mich auch ein wenig ver­wun­dert. Dazu kom­men an die zehn Kommafehler, das Wort „abund­zu“ gibt es auch nicht. Will ja gar nicht all­zu pin­ge­lig sein, aber ein Pressesprecher und Journalist soll­te ein paar ele­men­ta­re Rechtschreibregeln doch so ver­in­ner­licht haben, dass er die auch in einer flüch­ti­gen Antwort vi Internet abru­fen kann. 

    2. Avatar von beppe

      Kommasetzung kann er auch nicht. Der ist bestimmt gut. 

  19. Avatar von Rechtsverdreher
    Rechtsverdreher

    Die Sache ist vom Tisch? Eine pop­li­ge Entschuldigung sei­tens der dapd reicht dir? Ich an dei­ner Stelle hät­te den Spiess schnellst­mög­lich umge­dreht, die Sache mei­nem Anwalt über­ge­ben und die dapd und die KSP wegen Betrugsversuchs ankla­gen las­sen, sowie eine Schadenersatzklage eben­falls mit ange­hängt. Fehler in der Automatisierung der dapd schüt­zen genau­so wenig vor Strafe wie die Unwissenheit respek­ti­ve die Dummheit des Menschen nicht. 

  20. Avatar von Jeeves

    DirkS: Es muss nicht extra ein Copyright-Vermerk dabei sein, das Urheberrecht hat immer der Urheber, egal ob ein extra Hinweis dabei steht oder nicht. 

  21. Avatar von Jeeves

    Was der Pressesprecher Wolfgang Zehrt schreibt ist ja alles gut und rich­tig, aber in die­sem Fall nur laue Luft. Denn sein Text hat mit dem vor­lie­gen­den „Fall“ nix zu tun.
    Er geht mit kei­nem Wort auf die Fakten ein: Welches Recht hat die­se Pressegentur am öffent­li­chen Reklamematerial einer ame­ri­ka­ni­schen Politikerin? = Gar keins. Eine Entschuldigung und Entschädigung wäre notwendig. 

  22. Avatar von naveed

    Sicher, dass Herr Zehrt wirk­lich Herr Zehrt ist? Insgesamt wirkt der Text doch etwas unüber­legt und holp­rig für einen Pressesprecher. Oder er braucht nor­ma­ler­wei­se einen Lektor für sei­ne Schreibe – falls er nicht eigent­lich sei­nen Beruf wört­lich nimmt und vor Allem SPRICHT. 

    1. Avatar von teezeh

      Ich zumin­dest bin sicher, dass Herr Zehrt wirk­lich Herr Zehrt ist. Ich hat­te mit ihm näm­lich noch einen nach­ge­la­ger­ten Email-Dialog nach sei­nem ers­ten Kommentar hier. 

  23. Avatar von klaus

    Bigott ist, dass Abmahner einer­seits die Kosten der Abmahnung immer damit begrün­den, dass jeder Fall ja indi­vi­du­ell geprüft wer­den müs­se, bei Fehlern aber auf das auto­ma­ti­sier­te Massenverfahren ver­wie­sen wird. Bigott ist, dass einer­seits der Anwalt los­ge­schickt wird, ande­rer­seits, wenn man Mist gebaut hat, aber erwar­tet wird, dass der unschul­dig das gan­ze ver­trau­ens­voll auf dem klei­nen Dienstweg kos­ten­güns­tig und dis­kret per E‑Mail löst. 

    Was wür­de dapd eigent­lich dem­je­ni­gen ant­wor­ten der schreibt: Tut mir leid, bei uns wer­den so vie­le Bilder ver­öf­fent­licht, da kann schon­mal eins durch­rut­schen, an dem wir kein Veröffentlichungsrecht haben, wen­den Sie sich da ein­fach ver­trau­ens­voll per E‑Mail an uns? 

    Ich lese aus dem Geschreibsel des Pressesprecher eigent­lich nur eines: dapd betreibt auto­ma­ti­sier­te Massenabmahnungen ohne indi­vi­du­el­le Prüfung, frü­her nann­te man das Massenabmahnungen zum Zweck des Geldverdienens, heu­te ist es angeb­lich Schutz der unab­hän­gi­gen Pressearbeit. 

  24. Avatar von Wolfgang Miedl
    Wolfgang Miedl

    Der Fall ist inzwi­schen durch­aus dazu geeig­net, ein Exempel zu sta­tu­ie­ren – und das ist gut so. Bei Google sind dapd und ksp bereits per­fekt gerankt. Es muss bei Abmahnende als auch deren juris­ti­schen Helfern das Bewusstsein eines enor­men Reputationsrisikos ent­ste­hen. Dass beim dapd bereits der Kommunikationschef rotiert, spricht dafür, dass für die was auf dem Spiel steht. Bei den ein­schlä­gi­gen Kanzleien aller­dings habe ich den Verdacht, dass die es sogar als hilf­rei­che Plublicity sehen. 

    1. Avatar von teezeh

      Ich glau­be auch, dass die Reputation der dapd hier ernst­haft Schaden neh­men könn­te. Ich habe übri­gens bis­her weder von KSP das ange­kün­dig­te Schreiben mit der Rücknahme der Schadenersatzforderung erhal­ten noch von dapd oder KSP das Wort „Entschuldigung“ irgend­wo gele­sen oder gehört. Und heu­te Abend ist es immer­hin dann eine geschla­ge­ne Woche her, dass ich den Brief der KSP aus mei­nem Briefkasten geholt habe. 

  25. Avatar von Wolfgang Miedl
    Wolfgang Miedl

    Ich wür­de ins­be­son­de­re auf eine Entschuldigung der KSP bestehen. dapd wird das ja irgend­wann zäh­ne­knir­schend machen, aber KSP…? 

    1. Avatar von teezeh

      In Sachen KSP ist es ver­mut­lich sinn­vol­ler, den gan­zen Vorgang mal der zustän­di­gen Anwaltskammer zu unterbreiten. 

  26. Avatar von Tanja

    So lie­be Frende ich habe auch eine Abmahnug erhal­ten. Mache dies publik da weder ein Text exis­tiert noch ein Bild oder Screenshot.… Frechheit !!!!!!!! 

  27. Avatar von teezeh

    Ich wür­de es begrü­ßen, wenn wir hier kei­ne wei­te­ren Rants mehr zur Rechtschreibung des Kollegen Zehrt von dapd mehr lesen müss­ten. Inhaltlich brin­gen die uns näm­lich kei­nen Deut weiter. 

  28. Avatar von Daniel Pereé
    Daniel Pereé

    Hi, hat sonst noch jemand Kontakt zur dapd auf­ge­nom­men? Meine Email wird stän­dig von ande­ren Leuten der dapd gele­sen, aber seit zwei Tagen kei­ne Reaktion. Und die Zeit läuft, läuft, läuft. Ich soll im übri­gen 500 Euro zah­len, wes­halb ich auch über­le­ge mei­ne Fanseite nach 11 Jahre lie­ber zu schlie­ßen, ein­fach aus Angst dass soet­was ver­se­hent­lich noch­mal passiert… 

    1. Avatar von teezeh

      Nur die Ruhe. Da wird schon jemand sinn­voll reagie­ren, wenn Deine Beschwerde berech­tigt ist. 

      1. Avatar von Daniel Pereé
        Daniel Pereé

        Naja und selbst wenn sie unbe­rech­tigt ist, wäre es ja sehr schön von den­nen zu hören. Herr Zehrt schreibt ja oben, dass es Ihnen in ers­ter Linie dar­um geht zu sehen, wer mit Bildern finn­an­zi­el­les Interesse nach­geht, dass mache ich ja nicht und das sieht man ja auch. Und bis zum 20.7.2011 ist auch nicht mehr lan­ge hin. 

    2. Avatar von Henning Uhle^

      Sodele, gera­de wan­dert die­ser Blogbeitrag mal wie­der durch die Münder… ähm, Webseiten. Die Frage war ja, ob noch jemand Kontakt zur DAPD auf­ge­nom­men hat.
      – Kontakt zu Cord Dreyer (Chef des Ladens) -> soll mich an Email-Adresse xyz wenden
      – Kontakt dahin -> Frage-Antwort-Spielchen mit Rainer Höhling
      – Der hat sich fast um Kopf und Kragen gere­det und es sein lassen
      – seit­dem habe ich direkt mit der KSP zu tun 

      Bei mir im Blog hab ich das alles auf­ge­schrie­ben. Wer Interesse hat… 

    1. Avatar von teezeh

      Was soll die dpa dazu sagen? Die hat ein auto­ma­ti­sier­tes Forderungs-Management im Stile der dapd bis­her offen­sicht­lich nicht für nötig oder sinn­voll erachtet. 

  29. Avatar von Stefan

    Hi,
    ich hat­te ges­tern eben­falls ein Schreiben von KSP in mei­nem Briefkasten.
    Ich habe mich dar­auf­hin ent­schlos­sen, mei­ne Webseite http://​www​.paar​tal​bahn​.com zu schließen. 

    Fertig – ich las­se mich nicht mehr von irgend­wel­chen Schmarotzern schikanieren. 

    1. Avatar von teezeh

      Hallo Stefan,

      Deine kon­kre­te Rechtslage ist mir natür­lich nicht bekannt. dapd-Pressesprecher Wolfgang Zehrt schreibt aber ja wei­ter oben ausdrücklich: 

      es geht ganz bestimmt nicht dar­um pri­va­te Blogger, Websites von Vereinen etc. zu „ver­fol­gen“

      Es wäre doch auf jeden Fall den Versuch wert, die dapd zu kon­tak­tie­ren und aus­zu­lo­ten, ob sich die Forderung nicht aus der Welt schaf­fen lässt. 

      1. Avatar von Stefan

        Ich wer­de bestimmt die­se Leute nicht kon­tak­tie­ren und viel­leicht noch bit­ten und betteln.
        Da haben die bei mir den Falschen erwischt. 

        Zum Glück lebe ich in einer Anwaltsfamilie. 

        Ich wer­de gegen die jetzt mit har­ten juris­ti­schen Mittel vorgehen. 

      2. Avatar von teezeh

        Von bit­ten und bet­teln war ja nicht die Rede. Aber halt uns hier doch mal auf dem Laufenden, wie Deine nega­ti­ve Feststellungsklage oder was auch immer Du über­legst sich ent­wi­ckelt und aus­geht. Dürfte ja noch mehr Menschen interessieren. 

      3. Avatar von Stefan

        Hi tee­zeh,

        sehr ger­ne. Allerdings wer­de ich – bevor nicht alles klar ist – vor­erst kei­ne Angaben über mei­ne juris­ti­schen Mittel hier machen. Wer weiß denn schon, ob unse­re Freude von KSP hier nicht kräf­tig mitlesen. 🙂 

        Ich ver­hal­te mich erst mal so, wie von KSP auf­ge­for­dert. Ich lösche jetzt 11 Jahre Webseitengeschichte, alle Inhalte, von mir erstell­te Grafiken sowie 11 Jahre Arbeit wan­dern jetzt in den Papierkorb und wer­den mit dem Gutmann-Verfahren ver­nich­tet. Offline ist die Seite ja schon. 

      4. Avatar von teezeh

        Hi Stefan,

        ich ver­ste­he Deine Verärgerung. Aber KSP hat Dich sicher nicht auf­ge­for­dert, Deine Website off­line zu schal­ten oder gar alle Inhalte zu löschen, oder? 

      5. Avatar von Stefan

        Das Problem ist, der Text wird nicht zitiert. Es wird eine URL angegeben.
        Da ich nicht ein­ord­nen kann, wo sich der Text mit der angeb­li­chen Urheberrechtsverletzung befin­det, muss ich die kom­plet­te Webseite schließen. 

        Meine Webseite war aus­schließ­lich auf ein Datenbanksystem auf­ge­baut. D.h. der Text auf der ange­ge­be­nen URL kann über­all auf­tau­chen, wenn angefordert. 

        Daher muss­te ich alles schlie­ßen und 10 Jahre Arbeit kom­plett löschen. Ich ver­hal­te mich nur, wie im Schreiben angefordert. 

      6. Avatar von teezeh

        Du meinst es wird ein URL ange­ge­ben, der nicht ein­deu­tig auf einen bestimm­ten Blogpost ver­weist? Das ist doch ein Witz! 

      7. Avatar von Stefan

        Genau, es wird nur eine URL angegeben.
        Bei einer auf MYSQL Datenbankabfragen basie­ren­de Webseite kann die­ser Text z..B. über die Suchfunktion über­all erscheinen. 

        Hätte KSP mir nur den Text genannt, hät­te ich auch nur den Text gelöscht.
        So wur­de ich genö­tigt, das kom­plet­te Webangebot zu ent­fer­nen und dies – wie ange­for­dert – auch von all mei­nen Datenträgern. 10 Jahre Arbeit für’n Arsch (wenn ich mir den aus­druck erlau­ben darf) 

  30. Avatar von KSP-Brief Empfänger
    KSP-Brief Empfänger

    Hi,

    KSP scheint aktu­ell ein sehr mun­te­res Business zu betreiben 🙂 

    Das Ganze läuft wohl weit­ge­hend auto­ma­ti­siert ab – kann mir kaum vor­stel­len, dass da jemand prüft, ob es einen klei­nen Blogger tref­fen wür­de. Und das bestä­ti­gen die Aussagen hier ja auch. 

    Automatisierte Serienabmahnungen an Betreiber klei­ner Webseiten sind aus mei­ner Sicht „das Geschäft mit der Angst“ – und es ist sehr, sehr scha­de, wenn jemand des­we­gen sei­ne Website aufgibt. 

    Ich kann nur den Kopf schüt­teln, wenn eine Agentur wie dapd – die ich bis­her für seri­ös gehal­ten habe – auf die­se Weise ver­sucht ihre Rendite zu verbessern 😉 

    Hatte ges­tern auch so ein Schreiben im Briefkasten. Da hat­te in mei­nem Forum vor 5 Jahren ein User in einem Beitrag irgend­was von denen zitiert.
    Natürlich ist es nach dem Telemediengesetz so, dass man als Seitenbetreiber für so etwas nicht haf­tet, son­dern nur den Beitrag ent­fer­nen muss. 

    KSP kennt das TMG sicher auch, aber so genau wer­den sie die Sachen eben nicht anschau­en. Denn den Gewinn wird hier eher die Quantität als die Qualität der Arbeit bringen. 

    Ärgerlich ist natür­lich, dass man nun dem eige­nen Anwalt ein­schal­ten muss, denn der kos­tet natür­lich auch sein Geld. Bei den knapp 500 EUR, die KSP ver­langt, wird es finan­zi­ell kei­nen gro­ßen Unterschied machen. Aber man mag den eige­nen Anwalt irgend­wie doch deut­lich mehr 🙂 

    Süß auch der Hinweis am Ende des Schreibens namens „Warum die dapd nach­rich­ten gmbh gegen Urheberrechtsverletzungen vorgeht“ …
    Da könn­te eine dapd als seriö­se Nachrichtenagentur doch auch mal die Wahrheit sagen – wie wäre es z.B. mit „Wir wol­len nur Ihr Bestes – Ihr Geld“ 😉 

    Gruß

    1. Avatar von Stefan

      Hallo KSP-Brief Empfänger, 

      wie ist die Sache bei Dir ausgegangen?
      Hast Du bezahlt? 

      Grüße

    2. Avatar von HP-baukasten-Service
      HP-baukasten-Service

      Wie ist die Sache aus­ge­gan­gen??? Ich hab näm­lich als Gratis-Homepage-Baukastenbetreiber genau das sel­be Problem:
      Heute kam eine Zahlungsaufforderung , weil einer mei­ner User einen urhe­ber­rechtl. geschüt­zen Text auf sei­ne Homepage gestellt hat. Der Homepage-Server bzw die Top-Leverl-Domain wird aber von mir betrie­ben. Wär toll, wenn Du Dich mel­den könntest. 

  31. Avatar von Auch ein KSP-Empf.
    Auch ein KSP-Empf.

    Auch ich hat­te ein Schreiben in mei­nem Briefkasten.
    Bereits mehr­fach schrieb ich die DAPD an, mit der Bitte um Klärung des Sachverhalts.
    Ich habe bis heu­te kei­ne Antwort erhalten. 

    Ich fin­de es schon etwas schä­big, Zahnungsaufforderungen zu versenden
    und dann wird einem die Kommunikation verweigert. 

    1. Avatar von teezeh

      An wel­che Adresse bei der dapd hast Du Dich gewen­det? Ich emp­feh­le copyright@​dapd.​de. Wobei man auf­grund des auto­ma­ti­sier­ten Forderungsverfahrens wohl davon aus­ge­hen muss, dass die Agentur kei­nes­wegs mit Einzelfällen ver­traut ist – und ver­mut­lich auch nur dann reagiert, wenn die Forderung unbe­rech­tigt erfolgt (wie in mei­nem Fall)… 

  32. Avatar von Auch ein KSP-Empf.
    Auch ein KSP-Empf.

    Ich wer­de gezwun­gen, mein kom­plet­tes Forum nach einem bestimm­ten Beitrag zu durch­su­chen, um Texte mit Urheberrechtsverletzung zu fin­den. Im Schreiben von KSP wur­de weder ein Screenshot, noch ein Text bei­gestellt – nur eine URL wird aufgeführt. 

    Es ist ein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit, wenn ich jetzt jeden Text mei­ner Forenbenutzer durch­leuch­te und dann evtl. raus­lö­sche. Ich bin doch nicht bei der Stasi! 

    Es gibt so viel Schmuddelseiten sowie Blogs mit rechts­ra­di­ka­len Hintergrund im Internet – dage­gen wir nichts gemacht. 

    Das zeigt doch, wie per­vers die­se gan­ze Abmahnmafia doch ist. 

    1. Avatar von teezeh

      Dass Du das Forum durch­su­chen musst, ist frag­los ärger­lich. Mit einem Verstoß gegen Meinungsfreiheit oder gar Stasi hat das aller­dings nun wirk­lich über­haupt nichts zu tun. Und natür­lich wird etwas gegen rechts­ra­di­ka­le Seiten und Blogs unter­nom­men – vor­aus­ge­setzt, jemand mel­det das an pas­sen­der Stelle. 

  33. Avatar von teezeh

    Ich kom­men­tie­re mich hier noch ein­mal selbst und pos­te einen mei­nes Erachtens inter­es­san­ten Link zum Thema KSP und dapd. 

  34. Avatar von Klaus Fuhrmann

    Vielen Dank für die inter­es­san­te Diskursion.

    Heute erreich­te mich eben­falls ein Schreiben bezüg­lich einer Urheberverletzung der dpa Deutsche Presse Agentur in Hamburg. Wie kann eine insol­ven­tes Unternehmen wei­ter­hin Forderungen gel­tend machen? Was ist nun zu tun? Ich freue mich auf Eure Unterstützung. 

    1. Avatar von teezeh

      Hallo Herr Fuhrmann,

      ich wüss­te nicht, dass die KSP auch im Auftrag der (alles ande­re als insol­ven­ten) dpa abmahnt. Oder mei­nen Sie die zum zwei­ten Mal und wohl end­gül­tig insol­ven­te dapd?

      Wie auch immer: Ihre Webseite ist kein pri­va­tes Blog so wie die­se hier – da ist die Lage aus Sicht der dpa/dapd ver­mut­lich anders als in mei­nem Fall.

      Und ohne die Details zu ken­nen, kann ich auch kei­ne wei­te­ren Tipps über das hin­aus geben, was schon im Kommentarthread oben zu fin­den ist… 

  35. Avatar von Olli

    Es gibt vie­le Urheberrechtsverletzungen und auto­ma­ti­sier­te Ver­fah­ren erstel­len Trefferlisten. Hie hat man wohl sei­tens des Mandanten ver­säumt, die Trefferliste rich­tig aus­zu­wer­ten, denn die Grafik, erstellt in den USA und her­um­ge­reicht in der US-Politik-Berichterstattung, hat hier wohl kaum einen Rechteinhaber, der hier­zu­lan­de dar­aus eine Zahlung ablei­ten kann. Es ist klar, dass sich Urheber gegen den Bilderklau weh­ren und ent­spre­chen­de auto­ma­ti­sier­te Suchverfahren nut­zen, doch jeder Einzeltreffer ist zu prü­fen, bevor man sich per Anwalt an Urhberrechtsverletzer wendet.

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