Persönlich

Abgemahnt von KSP im Auftrag der dapd

Herr­schafts­zei­ten, ich krie­ge noch die Kri­se. Ich fand heu­te Abend in mei­nem Brief­kas­ten ein Schrei­ben der ein­schlä­gig bekann­ten Ham­bur­ger KSP Kanz­lei Dr. See­gers, Dr. Fran­ken­heim Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH. Dar­in wird mir vor­ge­wor­fen, dass ich auf mei­ner Web­site mit der Domain www​.tee​zeh​.de (also die­ser hier) das Urhe­ber­recht der dapd nach­rich­ten­agen­tur GmbH ver­let­ze. Die­se habe KSP ord­nungs­ge­mäß bevoll­mäch­tigt, wird mir anwalt­lich ver­si­chert.

Die Man­dan­tin – also die dapd – habe „das aus­schließ­li­che Nut­zungs­recht i.S.d. Urhe­ber­rechts­ge­set­zes“ an Fotos/Lichtbildern unter den als Anla­ge auf­ge­führ­ten URLs, schreibt mir KSP-Anwalt Dr. Peter C. Rich­ter.

Als URL fin­det sich im Anhang dann ein­zig
https://​www​.tee​zeh​.de/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​1​1​/​0​1​/​p​a​l​i​n​-​t​a​r​g​e​t​s​.​jpg

Ich habe die dort lie­gen­de Gra­fik – es han­delt sich defi­ni­tiv um kein Foto oder Licht­bild – in der Tat in mei­nem Blog­post „Poli­ti­sches Vitri­ol“ vom 9. Janu­ar 2011 ver­wen­det (laut mei­nen Ser­ver-Logs wur­de sie übri­gens in letz­ter Zeit nicht abge­ru­fen, kei­ne Ahnung wie und wann KSP den URL ermit­telt hat).

Aller­dings bin ich mir ganz sicher, dass die dapd dar­an nicht das aus­schließ­li­che Nut­zungs­recht i.S.d. Urhe­ber­rechts­ge­set­zes hat. Die Gra­fik steht näm­lich auch heu­te noch für jeder­mann öffent­lich auf der Face­book-Sei­te von Sarah Palin.

Der URL dazu lau­tet
http://​www​.face​book​.com/​n​o​t​e​s​/​s​a​r​a​h​-​p​a​l​i​n​/​d​o​n​t​-​g​e​t​-​d​e​m​o​r​a​l​i​z​e​d​-​g​e​t​-​o​r​g​a​n​i​z​e​d​-​t​a​k​e​-​b​a​c​k​-​t​h​e​-​2​0​/​3​7​3​8​5​4​9​7​3​434

und der direk­te Link für die Gra­fik
http://​a2​.spho​tos​.ak​.fbcdn​.net/​h​p​h​o​t​o​s​-​a​k​-​s​n​c​3​/​2​4​9​7​2​_​3​8​2​9​2​5​7​8​3​5​8​7​_​2​4​7​1​8​7​7​3​5​8​7​_​3​6​5​5​1​7​8​_​2​7​3​6​9​6​8​_​n​.​jpg

Ich habe heu­te Abend – aller­dings nicht wegen schlech­ten Gewis­sens – mei­nen erwähn­ten Blog­post so geän­dert, dass die Gra­fik nicht mehr von mei­nem Ser­ver, son­dern direkt von der Palin­schen Face­book-Sei­te gela­den wird und zudem auch dort­hin ver­linkt. Die (iden­ti­sche) Datei liegt unter dem von KSP genann­ten URL aber vor­erst wei­ter auf mei­nem Ser­ver, schließ­lich will ich hier kei­ne „Beweis­mit­tel ver­nich­ten“.

Die von KSP gefor­der­ten 445 Euro für den der dapd angeb­lich ent­stan­de­nen Scha­den zuzüg­lich Doku­men­ta­ti­ons­kos­ten und Rechts­an­walts­ver­gü­tung wer­de ich ange­sichts der aus mei­ner Sicht ein­deu­ti­gen Sach­la­ge nicht wie bis spä­tes­tens zum 12.07.2011 erwar­tet über­wei­sen und die Ange­le­gen­heit nöti­gen­falls mei­nem eige­nen Anwalt über­ge­ben.

Ich fin­de es boden­los, dass man sich als „klei­ner Blog­ger“ mit sol­chen Schi­ka­nen her­um­schla­gen muss. Bis­lang ist KSP pri­mär wegen angeb­li­cher Urhe­ber­rechts­ver­stö­ße bei Tex­ten von dapd und AFP aktiv gewor­den; Bil­der schei­nen eine neue Masche zu sein. Ich bin gespannt, wie sich die Sache wei­ter ent­wi­ckelt.

[red_box] Die Sache ist vom Tisch. Ich habe von der dapd eine klä­ren­de Email erhal­ten (die Scha­den­er­satz­for­de­rung wird zurück­ge­zo­gen), deren voll­stän­di­ger Ver­öf­fent­li­chung ins­be­son­de­re an die­ser Stel­le die Agen­tur aller­dings aus eige­nem Recht wider­spricht. [/red_box]

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  1. Dirk S sagt:

    Das find ich auch ein nicht gera­de einen fei­nen Schach­zug der KSP und dapd. Es sind auf dem Bild kei­ne copy­rights ver­merkt. Inso­fern könn­te man nicht mal wegen einer – falls es sowas gibt – „ordent­li­chen“ Lizenz nach­fra­gen. Hast Du mal mit der eigent­li­chen Quel­le Kon­takt auf­ge­nom­men?
    War­um soll­te Sarah­PAC die Info­gra­fik exclu­siv an die dapd lizen­sie­ren? Wäre doch völ­lig blöd­sin­nig, wenn man eine vira­le Kam­pa­gne star­ten will? Ist blöd, wenn kei­ne Lizen­zen sau­ber ange­ge­ben sind…
    Aber ich wür­de mich da wohl auch weh­ren!

    1. teezeh sagt:

      Eine öffent­lich bei Face­book ein­ge­stell­te Gra­fik kann IMHO gar nicht exklu­siv an jeman­den lizen­ziert sein. Das wür­de schon den Face­book-TOS wider­spre­chen, wenn ich das rich­tig sehe.

  2. Björn sagt:

    Ich emp­feh­le eine nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge um den Scha­den beim Gegen­über zu maxi­mie­ren. :)

  3. oohpss sagt:

    Na ja, wie sich die Sach wei­ter­ent­wi­ckelt ist eigent­lich klar.
    Die Infos kom­men von da: http://​www​.pho​topa​trol​.de/
    Wesent­li­cher Kun­de ist dapd. Jeden­falls ist dapd der Kun­de, der auf der Start­sei­te ange­ge­ben wird.
    Ser­vice­part­ner ist besag­te Rechts­an­walts­kanz­lei.
    (Mit-)Eigentümer von Pho­topa­trol ist Herr Vor­der­wülbe­cke.
    Der auch (mit-)Eugentümer von dapd ist.
    Somit hat dapd hier ein auto­ma­ti­sier­tes Sys­tem ein­ge­rich­tet, mit dem sie die ver­meint­li­chen Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen ver­folgt.
    Nach mei­nem Infor­ma­tio­nen scheint es aber so zu sein, dass bei die­sen auto­mat­sier­ten Ver­fah­ren bezgl. Abmah­nun­gen für Urhe­ber­rechts­ver­elt­zun­gen ein paar Euro ver­langt wer­den kön­nen. Denn Sinn und Zweck der Abmah­nung ist das die Rechts­ver­let­zung abge­stellt wird. Und dies ist zumin­dest gegen­über den „Kleinen“/Privaten recht ein­fach zu errei­chen.
    Ich mei­ne auch, dass es sich dabei inzwi­schen um eine all­ge­mei­ne Rechts­auf­fas­sung han­delt.
    Dar­aus ergä­be sich: Hier betreibt einer der Gesell­schaf­ter der dapd ziel­ge­rich­tet, auto­ma­ti­siert und vor­sätz­lich Abzo­cke.
    Aber was soll man von Finanz­in­ves­to­ren ande­res erwar­ten? Es geht um nichts ande­res als die Ren­di­te.
    Grü­ße
    ooh­pss
    PS.: Hin­weis: Die­se Dar­stel­lung ist in jeder ein­zel­nen Aus­sa­ge als auch ins­ge­samt mei­ne per­sön­li­che Mei­nung. Die­se basiert mög­li­cher­wei­se auf Mut­ma­ßun­gen und mög­li­cher­wei­se auch auf fal­schen Schluss­fol­ge­run­gen. Mei­nun­gen sind nach aktu­el­ler Rechts­auf­fas­sung einer Über­prü­fung nicht zugäng­lich.

  4. Schrä­ge Num­mer und schon an sich ein Zei­chen dafür, dass die Sit­ten ver­kom­men. Wird wahr­schein­lich über ein Pixel oder eine Prüf­sum­me erle­digt… war­um da aber nicht mal ein Abruf zu sehen ist, ver­ste­he ich nicht.
    Die Sache ist aber so offen­sicht­lich, dass da jeder ver­nünf­ti­ge Rich­ter zu Dei­nen Guns­ten urtei­len wird. Ggf. kann man da press­tech­nisch etwas nach­hel­fen, dass es gar nicht zu einem Pro­zess kommt.
    Deckt sowas eigent­lich irgend­ei­ne Ver­si­che­rung ab? Also Dei­nen Anwalt, wenn es gar nicht erst zu einem Urteils­spruch kommt?

  5. Hirbel sagt:

    Mei­ne Emp­feh­lung: Suche mal nach Vor­ge­hens­wei­sen bei Abmah­nun­gen wegen uner­laub­ter Bild­nut­zung, z.B. bezo­gen auf die bekann­ten Abmah­ner „Mari­ons Koch­buch“. Ich hat­te da mal eine Abmah­nung (aus eige­ner Blöd­heit), habe aber die For­de­rung von ~800 Euro auf 125 gesenkt:

    100 Euro Abmahn­ge­bühr (geht an Anwalt)
    20 Euro Bild­li­zenz
    5 Euro uner­laub­te Nutzung/Quelle nicht ange­ge­ben

    Da der Anwalt so sei­ne 100 Euro erhält wird er wohl kaum auf den aus­ste­hen­den Betrag bestehen, weil sich auch sei­ne Gebüh­ren anhand des Wer­tes ori­en­tie­ren.

  6. Eddie sagt:

    Nur weil eine Gra­fik auf Face­book steht, bist du der Mei­nung du dürf­test sie ein­fach ver­wen­den? Rein recht­lich gese­hen ist die Abmah­nung voll­kom­men nach­voll­zieh­bar.

    1. teezeh sagt:

      Das ist IMHO öffent­li­che Wahl­kampf­wer­bung. Ich hal­te die Abmah­nung defi­ni­tiv nicht für „voll­kom­men nach­voll­zieh­bar“, sonst hät­te ich gezahlt und das hier nicht alles auf­ge­schrie­ben – erzähl Du mir doch bit­te mal, wie­so irgend­ei­ne deut­sche Nach­rich­ten­agen­tur das aus­schließ­li­che Nut­zungs­recht an die­ser Gra­fik rekla­mie­ren kön­nen soll­te.

  7. Thomas Kuhn sagt:

    Wenn ich es recht sehe ist das nicht mal eine von dapd pro­du­zier­te geschwei­ge denn dis­tri­bu­ier­te Info­gra­fik. In dem Fal­le müss­ten Die m.E. auch nach­weis­pflich­tig sein, dass Sie über­haupt die Rech­te besit­zen. Und das wäre vor gericht nach­zu­wei­sen. Ange­sichts der Son­der­lich­keit des Fal­les und sei­ner Rah­men­be­din­gun­gen könn­te ich mir vor­stel­len, dass dapd es nicht auf eine sol­che Prü­fung ankom­men lässt. Der Image­scha­den dürf­te ziem­lich teu­er wer­den …

  8. coffeemick sagt:

    Und was stand denn sinn­ge­mäß in der Email? Schließ­lich bist Du mit denen durch das ein­sei­ti­ge Zusen­den der E-Mail kei­nen Ver­trag ein­ge­gan­gen, der Dir die inhalt­li­che Wie­der­ga­be ver­bie­tet.

    1. teezeh sagt:

      Die Kurz­fas­sung wäre wohl, dass ich fälsch­li­cher­wei­se Opfer eines weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­ten Ver­fah­rens gewor­den bin. Und dabei belas­se ich es mal an die­ser Stel­le.

      1. oohpss sagt:

        Und wegen die­ses „weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­ten Ver­fah­rens“ ist es Abzo­cke.
        Das Agen­tu­ren gege­ben­falls ihre tat­säch­li­chen Rech­te ver­tei­di­gen ist okay.
        Dass sich aber Abmahn­an­wäl­te mit­tels eines auto­ma­ti­sier­ten Ver­fah­rens dumm und dämm­lich ver­die­nen ist unter aller Kano­ne. Eigent­lich wäre das ein Fall für die Rechts­an­walts­kam­mer.
        Soweit ich die aktu­el­le Recht­spre­chung nach­voll­zie­hen kann, dürf­den für sol­che Sachen von Rechts­an­wäl­ten höchs­tens 100 Euro berech­net wegen. Gera­de wegen dem auto­ma­ti­sier­ten Ver­fah­ren.
        Und desh­lab ist es wich­tig, dass die­ses Argu­ment für den Feh­ler der Abmah­nung publik gemacht wird.
        Dem nächs­ten, der von KSP mit die­ser mas­si­ven Hono­rar­for­de­rung abge­mahnt wird, soll­test Du Dei­ne Unterschtü­zung abie­ten, indem Du ihm anbie­test Dein Schrie­ben zur Ver­fü­gung zu stel­len.
        Damit könn­te das Abzo­cker-Geschäfts­mo­del die­ses Anwalts und sei­ner Agen­tur ganz schnell das Was­ser abge­gra­ben wer­den.

        Grü­ße
        ooh­pss

  9. Ist ja toll, dass die Sache vom Tisch ist. Trotz­dem, wie die auf dich gekom­men sind, wenn dei­ne Logs kei­nen Besucht von irgend­et­was auf­ge­zeich­net haben, wür­de mich inter­es­sie­ren ;)

    1. muehsam sagt:

      Ganz ein­fach, per z.B. Goog­le Bil­der­su­che. Da hat Otto Nor­mal­ab­mahn­bot alles was er braucht – Link zur Sei­te und ein Thumb­nail das er mit sei­ner Daten­bank abglei­chen kann.

  10. oohpss sagt:

    Ich zitie­re mal mich selbst:
    „Die Infos kom­men von da: http://​www​.pho​topa​trol​.de/
    Wesent­li­cher Kun­de ist dapd. Jeden­falls ist dapd der Kun­de, der auf der Start­sei­te ange­ge­ben wird.
    Ser­vice­part­ner ist besag­te Rechts­an­walts­kanz­lei.
    (Mit-)Eigentümer von Pho­topa­trol ist Herr Vor­der­wülbe­cke.
    Der auch (mit-)Eigentümer von dapd ist.
    Somit hat dapd hier ein auto­ma­ti­sier­tes Sys­tem ein­ge­rich­tet, mit dem sie die ver­meint­li­chen Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen ver­folgt. “

    1. yurik sagt:

      kannst Du veri­fi­zie­ren, dass Mar­tin Vor­der­wülbe­cke auch an Pho­topa­trol betei­ligt ist? Ist fin­de dazu kei­ne Quel­len…

      1. teezeh sagt:

        Das müss­te ooh­pss beant­wor­ten – ich fin­de dazu eben­falls nichts. Die Web­sei­te von Pho­topa­trol bie­tet ohne­hin kaum har­te Fak­ten außer dem Namen des geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­ters Sven Fried­richs. Ins­be­son­de­re kei­ne Details über die ver­ban­del­ten „Ser­vice­part­ner“, zu denen die KSP gehö­ren dürf­te. Über das „Abrech­nungs­sys­tem Fair Pay“ fin­det man in Such­ma­schi­nen auch herz­lich wenig.

        Einer Mel­dung im Pres­se­be­reich kann man zumin­dest ent­neh­men, dass die Web­platt­form für Pho­topa­trol von der Fir­ma Akra kom­plett im Auf­trag ent­wi­ckelt wur­de. Ansons­ten haben prak­tisch alle ange­ge­be­ne­nen Quel­len eine ein­zi­ge ver­öf­fent­li­che Pres­se­mit­tei­lung wört­lich oder sinn­ge­mäß über­nom­men, der gan­ze Pres­se­be­reich ist IMHO den Namen nicht wert.

        Inter­es­sant ist auch die Behaup­tung mit der paten­tier­ten Tech­nik des Fraun­ho­fer HHI, die Pho­topa­trol nutzt. Mög­lich ist das natür­lich. Aller­dings fin­det sich in der Suche des HHI kein Hin­weis auf Pho­topa­trol oder den Auf­trags­pro­gram­mie­rer Akra. Da soll­te man viel­leicht mal beim HHI nach­fra­gen, was für eine Tech­nik das sein könn­te, wor­in die Zusam­men­ar­beit bestand und ob Pho­topa­trol über­haupt berech­tigt ist, das HHI-Logo auf sei­ner Web­site zu füh­ren.

        Fra­gen über Fra­gen…

  11. Wolfgang Zehrt sagt:

    Hal­lo, ich bin Pres­se­spre­cher bei dapd und möch­te die­ses The­ma offen und ehr­lich kom­men­tie­ren: es geht ganz bestimmt nicht dar­um pri­va­te Blog­ger, Web­sites von Ver­ei­nen etc. zu „ver­fol­gen“. Es ist aber in der Tat rich­tig das das – lei­der – abund­zu pas­siert. War­um? Bit­te stel­len Sie sich ein­mal vor, Sie wür­den wie dapd ins­ge­samt jeden Tag rund 1.600 Nach­rich­ten­bil­der ver­brei­ten, die von Foto­gra­fen in der gan­zen Welt gemacht wor­den sind, von „A“ wie Afgha­ni­stan bis „Z“ wie Zypern. Für die­se Bil­der, genau wie die Bil­der von dpa, AFP, Reu­ters etc. zah­len unse­re Medi­en­kun­den anstän­di­ge Hono­ra­re. Im Sin­ne der Foto­gra­fen und der zah­len­den Kun­den müs­sen wir schlicht her­aus­fin­den, ob unse­re Fotos werb­lich oder geschäft­lich (!) benutzt wer­den, ohne das wir respek­ti­ve die Foto­gra­fen Geld dafür erhal­ten. Sor­ry, aber das kann nicht sein. Das bei dem in der Tat weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­ten Pro­zess Feh­ler pas­sie­ren ist uns abso­lut unan­ge­nehm, auf der ande­ren Sei­te kön­nen wir unmög­lich von Hand jeden Monat die Ver­wen­dung von etwa 50.000 Bil­der im Inter­net che­cken, das kann kei­ne Agen­tur der Welt. Bit­te wen­den Sie sich wirk­lich sofort, ger­ne auch an mich per­sön­lich, an dapd, wenn Sie das Gefühl haben wir wer­fen Ihnen zu Unrecht eine Urhe­ber­rechts­ver­let­zung vor. Aber wür­den wir und ande­re Agen­tu­ren nicht ver­su­chen das Urhe­ber­recht an Bil­dern zu schüt­zen, dann gäbe es vor allem aus den Kri­sen-Regio­nen die­ser Welt wohl bald nur noch „Pres­se­bil­der“ der dor­ti­gen Regie­rungs­stel­len…

    1. teezeh sagt:

      Wer­ter Kol­le­ge Zehrt,

      es ist klar, dass die dapd ihre Rech­te an Tex­ten und Bil­dern gel­tend machen darf und muss, wenn dage­gen im wei­ten Netz an etli­chen Stel­len ver­sto­ßen wird. Das ist Ihr gutes Recht.

      Aller­dings kann ich das von Ihnen dabei prak­ti­zier­te Pro­ce­de­re nicht akzep­tie­ren. In mei­nem kon­kre­ten Fall wird in dem Schrei­ben Ihrer Inkas­s­o­kanz­lei KSP an kei­ner Stel­le belegt, gegen wel­ches Urhe­ber­recht ich genau ver­sto­ßen haben soll­te. Auch nicht, wie dapd und/oder KSP den Ver­stoß kon­kret ermit­telt haben will – allein dafür soll­ten mir jedoch 100 Euro „Doku­men­ta­ti­ons­kos­ten“ in Rech­nung gestellt wer­den.

      Ich per­sön­lich hat­te das Glück, gut ver­netzt zu sein und rasch eine aus mei­ner Sicht erfreu­li­che Auf­merk­sam­keit auf mei­ne Ange­le­gen­heit len­ken zu kön­nen (wes­we­gen ver­mut­lich ja auch Sie sich jetzt hier zu Wort gemel­det haben). Vie­le ande­re Betrof­fe­ne wer­den die­se Mög­lich­keit wohl nicht in glei­chem Maße haben.

      Eine Anfra­ge bezüg­lich Nach­weis der Urhe­ber­rechts­ver­let­zung an die von KSP ange­ge­be­ne Email-Adres­se dapd@​ksp.​de wur­de mir bis jetzt nicht beant­wor­tet. Ein ange­spro­che­ner dapd-Kol­le­ge hat­te mir freund­li­cher­wei­se emp­foh­len, mich doch in der Sache auch direkt an copyright@​dapd.​de zu wen­den, was ich dann am Frei­tag­vor­mit­tag auch getan habe.

      Ich habe dar­auf­hin vom stell­ver­tre­ten­den dapd-Chef­re­dak­teur Rai­ner Höh­ling zumin­dest eine Mail erhal­ten, in der mir die Rück­nah­me der Scha­den­er­satz­for­de­rung ange­kün­digt wird. Die­se Mail besteht m.E. weit­ge­hend aus Text­bau­stei­nen und geht nicht auf mei­ne Fra­ge ein, wie eine öffent­li­che Wahl­pro­pa­gan­da von Sarah Palin dem Urhe­ber­recht von dapd unter­lie­gen kann. Auf mei­ne neu­er­li­che Nach­fra­ge bis­her eben­falls kei­ne Ant­wort.

      Des Wei­te­ren ver­mis­se ich in der Mail das Wort „Ent­schul­di­gung“ für den mir ent­stan­de­nen Ärger bis Scha­den. Statt­des­sen muss ich lesen, dass jede der­ar­ti­ge Ange­le­gen­heit zunächst „einer drei­fa­chen mensch­li­chen Kon­trol­le“ unter­zo­gen wird, bevor KSP ein For­de­rungs­schrei­ben ver­schickt. Und dass dabei lei­der „spe­zi­el­le Kon­stel­la­tio­nen“ unent­deckt blei­ben könn­ten, was eben mir wider­fah­ren sei. Was an mei­ner Kon­stel­la­ti­on jetzt spe­zi­ell sein soll, ver­mag ich beim bes­ten Wil­len nicht zu erken­nen.

      Jeden­falls kön­ne man mich dafür nur um Ver­ständ­nis bit­ten, schreibt Kol­le­ge Höh­ling. Die Deut­sche Bahn bit­tet auch immer um Ver­ständ­nis, wenn mal wie­der einer ihrer ICEs lie­gen­bleibt. Von Ihnen – damit mei­ne ich dapd und/oder KSP – hät­te aller­dings ich eine Ent­schul­di­gung erwar­tet und erwar­te sie wei­ter­hin.

      Und ich den­ke, Sie wären wirk­lich gut bera­ten, wenn Sie Ihr weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­tes For­de­rungs-Ver­fah­ren um eine deut­lich gründ­li­che­re Kon­trol­le durch Mit­ar­bei­ter mit gesun­dem Men­schen­ver­stand und Augen­maß erwei­tern wür­den.

      In Hoff­nung dar­auf ver­blei­be ich
      mit freund­li­chen Grü­ßen,

      Tho­mas Clo­er

    2. Nils Hitze sagt:

      Hal­lo Herr Zehrt,

      vie­len Dank für die Klar­stel­lung.

      Evtl. soll­ten Sie nicht unbe­dingt eine für Ihren, sagen wir mal unglück­li­chen, Umgang mit pri­va­ten Sei­ten­be­trei­bern bekann­te Anwalts­kanz­lei beauf­tra­gen.

      War­um rich­ten Sie nicht ein­fach eine Sei­te auf dapd​.de/​a​b​m​a​h​n​ung ein und erklä­ren GENAU die­se Pro­ble­ma­tik dort, zusam­men mit einem Ansprech­part­ner an den man sich wen­den kann. Ich kann mir nicht vor­stel­len dass die nega­ti­ve Pres­se und Gegen­kla­gen soviel güns­ti­ger sind als ein­fach offen auf die Leu­te zuzu­ge­hen. Neben­bei wür­de dies noch Ihrem Image als Dienst­leis­ter gut tun und wäre end­lich mal ein Licht­blick in die­ser gan­zen unsäg­li­chen Abmah­ne­rei.

      Ande­res The­ma: Haben Sie zufäl­lig mit der „sid sport infor­ma­ti­ons dienst gmbh“ zu tun?

      1. teezeh sagt:

        Ich bin mir nicht sicher, ob der Herr Zehrt die Ant­wor­ten auf sei­nen Kom­men­tar abon­niert hat. Wenn Du auf Num­mer sicher gehen willst, schreib lie­ber direkt per Email.

    3. Wenn angeb­lich kei­ne Agen­tur die Ver­wen­dung von 50.000 Bil­dern monat­lich über­prü­fen – wie che­cken auf Deutsch heißt – kann, wäre die Lösung dafür viel­leicht ein Geschäfts­mo­dell. Mei­ne Erwar­tung hin­ge­gen ist aber, dass genau die­se Fähig­keit bei einer Nach­rich­ten­agen­tur bereits vor­han­den ist. Der Fall löst also bei mir die Fra­ge aus, ob Nach­rich­ten­agen­tu­ren ihre Pro­zes­se im Griff haben, oder nicht? Und war­um sie bspw. nicht die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten nut­zen, um eben die­se Leis­tung zu erbrin­gen? Dass Sie dann noch ver­su­chen, die dapd und ande­re Nach­rich­ten­agen­tu­ren zu welt­wei­ten Hüter der Pres­se­frei­heit zu erklä­ren, wo eine ein­fa­che Bit­te um Ent­schul­di­gung ange­bracht wäre, ist ein der­art ekli­ger Pro­pa­gan­dak­leis­ter, dass jedem halb­wegs intel­li­gen­ten Leser nur bleit, den Kopf zu schüt­teln.

    4. le D sagt:

      Das nennt sich Anspruchs­be­rüh­mung.

      Die ein­zig rich­ti­ge Reak­ti­on ist eine nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge, denn die kos­tet die dadp rich­tig Geld (Grö­ßen­ord­nung 1.500 € auf­wärts), denn anders scheint es die dadp nicht zu ler­nen.

      Ich wür­de mir dann ja noch wün­schen, dass der Gra­fi­ker anschlie­ßend aus eige­nem Recht noch­mal wegen der unbe­fug­ten Ver­war­nung gegen Euch vor­geht und den Deckel damit ver­dop­pelt. Anders scheint ihr es nicht zu ler­nen.

      Es ist schlicht eine Saue­rei und „kön­nen wir unmög­lich von Hand jeden Monat die Ver­wen­dung von etwa 50.000 Bil­der im Inter­net che­cken“ ist für unbe­rech­tig­te Abmah­nun­gen kei­ne Ent­schul­di­gung. Ihr müsst das che­cken, sonst lauft Ihr ganz ein­fach Gefahr, dass es an Euer Porte­mon­naie geht.

      Ich (nur Anwalt) mache der dadp hier­mit eine kla­re öffent­li­che Ansa­ge: eine unbe­rech­tig­te Abmah­nung an einen mei­ner Man­dan­ten (und ich ken­ne eine gan­ze Men­ge Blog­ger) gibt eine kom­men­tar­lo­se nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge mit zeit­glei­cher Infor­ma­ti­on an den tat­säch­lich Berech­tig­ten, damit er Euch auch noch in Anspruch nimmt.

    5. Tilman sagt:

      Mir ist ein Fall bekannt wo ein Ver­ein (also „e.V.“ im Namen) sehr wohl einen Brief von KSP bekom­men hat. Ich habe die­sem Ver­ein nun den Link zu Ihrem Bei­trag geschickt.

      1. Tilman sagt:

        Fürs Pro­to­koll“ – der von mir oben genann­te Fall (Ver­ein) hat sich nun tat­säch­lich erle­digt. Dan­ke sehr Herr Zehrt.

  12. Ralf sagt:

    Die KSP hat mich auch abge­mahnt. Habe auch eine Pri­va­te Sei­te. Anschei­nend trifft es eben doch mehr­heit­lich die pri­va­ten Blog­ger. Wie kann ich sie kon­tak­tie­ren Herr Zehrt ? und was sagen sie zu Tex­ten aus den Jah­ren 2005 ?

    1. Wolfgang Zehrt sagt:

      Das mit dem Kon­takt hat inzwi­schen geklappt?, bit­te sen­den Sie mir auch noch ein­mal den Hin­weis auf die Tex­te aus 2005. Das gan­ze The­ma ist bei uns auf Chef­re­dak­teurs­ebe­ne ange­sie­delt wor­den, wir arbei­ten sehr inten­siv dar­an den gan­zen Pro­zess so zu gestal­ten, dass die­se Feh­ler nicht mehr auf­tre­ten. Das ist kei­ne lee­re Ver­spre­chung, aber ich den­ke gera­de User, die die­se Sei­te nut­zen wis­sen was es heisst, monat­lich rund 50.000 Bil­der und deren Ver­wen­dung im WWW zu doku­men­tie­ren.

    2. yurik sagt:

      Ich bin von einer Kanz­lei aus Karls­ru­he wegen dapd-Bil­dern auf mei­ner klei­nen Hob­by-Sei­te abge­mahnt wor­den.… Ich wuss­te gar nicht, dass Pho­topa­trol und dapd irgend­wie zusam­men­hän­gen… Inter­es­sant!

      Bei mir ist es aller­dings lei­der so, dass es tat­säch­lich dapd-Bil­der waren, die sich wegen eini­ger tech­ni­scher Feh­ler auf mei­ne Sei­te „geschli­chen“ hat­ten…

      Und bei Feh­lern auf der pri­va­te Sei­te reicht es ja bekannt­lich lei­der nicht, wenn man „sor­ry, Ver­se­hen“ sagt… Ich wer­de also wohl zah­len müs­sen.…

  13. Helge sagt:

    Bin heu­te eben­falls von KSP wegen einer Urhe­ber­rechts­ver­let­zung (auf mei­ner Web­site) ange­schrie­ben wor­den (ange­mahnt ist es ja noch nicht). Dank die­ses Blogs hof­fe ich auf güt­li­che Klä­rung des Sach­ver­halts. Habe erst Mal freund­li­chen E-Mail-Kon­takt zu dapd auf­ge­nom­men. Hof­fe doch, dass das den Ball flach hält.

    1. teezeh sagt:

      Da drü­cke ich mal die Dau­men. Was war es denn bei Dir – tat­säch­lich Mate­ri­al, an dem dapd / AP das Urhe­ber­recht hat? Oder auch ein offen­sicht­li­cher Fehl­schuss der Pho­topa­trol-Soft­ware?

  14. Jochen sagt:

    Der W. Zehrt will Pres­se­spre­cher sein, kann aber kein das/dass rich­tig set­zen??? Dann wun­dert mch nichts mehr, nix für ungut…

    1. Werder sagt:

      Das hat mich auch ein wenig ver­wun­dert. Dazu kom­men an die zehn Kom­ma­feh­ler, das Wort „abund­zu“ gibt es auch nicht. Will ja gar nicht all­zu pin­ge­lig sein, aber ein Pres­se­spre­cher und Jour­na­list soll­te ein paar ele­men­ta­re Recht­schreib­re­geln doch so ver­in­ner­licht haben, dass er die auch in einer flüch­ti­gen Ant­wort vi Inter­net abru­fen kann.

  15. Rechtsverdreher sagt:

    Die Sache ist vom Tisch? Eine pop­li­ge Ent­schul­di­gung sei­tens der dapd reicht dir? Ich an dei­ner Stel­le hät­te den Spiess schnellst­mög­lich umge­dreht, die Sache mei­nem Anwalt über­ge­ben und die dapd und die KSP wegen Betrugs­ver­suchs ankla­gen las­sen, sowie eine Scha­den­er­satz­kla­ge eben­falls mit ange­hängt. Feh­ler in der Auto­ma­ti­sie­rung der dapd schüt­zen genau­so wenig vor Stra­fe wie die Unwis­sen­heit respek­ti­ve die Dumm­heit des Men­schen nicht.

  16. Jeeves sagt:

    DirkS: Es muss nicht extra ein Copy­right-Ver­merk dabei sein, das Urhe­ber­recht hat immer der Urhe­ber, egal ob ein extra Hin­weis dabei steht oder nicht.

  17. Jeeves sagt:

    Was der Pres­se­spre­cher Wolf­gang Zehrt schreibt ist ja alles gut und rich­tig, aber in die­sem Fall nur laue Luft. Denn sein Text hat mit dem vor­lie­gen­den „Fall“ nix zu tun.
    Er geht mit kei­nem Wort auf die Fak­ten ein: Wel­ches Recht hat die­se Pres­se­gen­tur am öffent­li­chen Rekla­me­ma­te­ri­al einer ame­ri­ka­ni­schen Poli­ti­ke­rin? = Gar keins. Eine Ent­schul­di­gung und Ent­schä­di­gung wäre not­wen­dig.

  18. naveed sagt:

    Sicher, dass Herr Zehrt wirk­lich Herr Zehrt ist? Ins­ge­samt wirkt der Text doch etwas unüber­legt und holp­rig für einen Pres­se­spre­cher. Oder er braucht nor­ma­ler­wei­se einen Lek­tor für sei­ne Schrei­be – falls er nicht eigent­lich sei­nen Beruf wört­lich nimmt und vor Allem SPRICHT.

    1. teezeh sagt:

      Ich zumin­dest bin sicher, dass Herr Zehrt wirk­lich Herr Zehrt ist. Ich hat­te mit ihm näm­lich noch einen nach­ge­la­ger­ten Email-Dia­log nach sei­nem ers­ten Kom­men­tar hier.

  19. klaus sagt:

    Bigott ist, dass Abmah­ner einer­seits die Kos­ten der Abmah­nung immer damit begrün­den, dass jeder Fall ja indi­vi­du­ell geprüft wer­den müs­se, bei Feh­lern aber auf das auto­ma­ti­sier­te Mas­sen­ver­fah­ren ver­wie­sen wird. Bigott ist, dass einer­seits der Anwalt los­ge­schickt wird, ande­rer­seits, wenn man Mist gebaut hat, aber erwar­tet wird, dass der unschul­dig das gan­ze ver­trau­ens­voll auf dem klei­nen Dienst­weg kos­ten­güns­tig und dis­kret per E-Mail löst.

    Was wür­de dapd eigent­lich dem­je­ni­gen ant­wor­ten der schreibt: Tut mir leid, bei uns wer­den so vie­le Bil­der ver­öf­fent­licht, da kann schon­mal eins durch­rut­schen, an dem wir kein Ver­öf­fent­li­chungs­recht haben, wen­den Sie sich da ein­fach ver­trau­ens­voll per E-Mail an uns?

    Ich lese aus dem Geschreib­sel des Pres­se­spre­cher eigent­lich nur eines: dapd betreibt auto­ma­ti­sier­te Mas­sen­ab­mah­nun­gen ohne indi­vi­du­el­le Prü­fung, frü­her nann­te man das Mas­sen­ab­mah­nun­gen zum Zweck des Geld­ver­die­nens, heu­te ist es angeb­lich Schutz der unab­hän­gi­gen Pres­se­ar­beit.

  20. Wolfgang Miedl sagt:

    Der Fall ist inzwi­schen durch­aus dazu geeig­net, ein Exem­pel zu sta­tu­ie­ren – und das ist gut so. Bei Goog­le sind dapd und ksp bereits per­fekt gerankt. Es muss bei Abmah­nen­de als auch deren juris­ti­schen Hel­fern das Bewusst­sein eines enor­men Repu­ta­ti­ons­ri­si­kos ent­ste­hen. Dass beim dapd bereits der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chef rotiert, spricht dafür, dass für die was auf dem Spiel steht. Bei den ein­schlä­gi­gen Kanz­lei­en aller­dings habe ich den Ver­dacht, dass die es sogar als hilf­rei­che Plub­li­ci­ty sehen.

    1. teezeh sagt:

      Ich glau­be auch, dass die Repu­ta­ti­on der dapd hier ernst­haft Scha­den neh­men könn­te. Ich habe übri­gens bis­her weder von KSP das ange­kün­dig­te Schrei­ben mit der Rück­nah­me der Scha­den­er­satz­for­de­rung erhal­ten noch von dapd oder KSP das Wort „Ent­schul­di­gung“ irgend­wo gele­sen oder gehört. Und heu­te Abend ist es immer­hin dann eine geschla­ge­ne Woche her, dass ich den Brief der KSP aus mei­nem Brief­kas­ten geholt habe.

  21. Wolfgang Miedl sagt:

    Ich wür­de ins­be­son­de­re auf eine Ent­schul­di­gung der KSP bestehen. dapd wird das ja irgend­wann zäh­ne­knir­schend machen, aber KSP…?

  22. Tanja sagt:

    So lie­be Fren­de ich habe auch eine Abmah­nug erhal­ten. Mache dies publik da weder ein Text exis­tiert noch ein Bild oder Screen­shot.… Frech­heit !!!!!!!!

  23. teezeh sagt:

    Ich wür­de es begrü­ßen, wenn wir hier kei­ne wei­te­ren Rants mehr zur Recht­schrei­bung des Kol­le­gen Zehrt von dapd mehr lesen müss­ten. Inhalt­lich brin­gen die uns näm­lich kei­nen Deut wei­ter.

  24. Daniel Pereé sagt:

    Hi, hat sonst noch jemand Kon­takt zur dapd auf­ge­nom­men? Mei­ne Email wird stän­dig von ande­ren Leu­ten der dapd gele­sen, aber seit zwei Tagen kei­ne Reak­ti­on. Und die Zeit läuft, läuft, läuft. Ich soll im übri­gen 500 Euro zah­len, wes­halb ich auch über­le­ge mei­ne Fan­sei­te nach 11 Jah­re lie­ber zu schlie­ßen, ein­fach aus Angst dass soet­was ver­se­hent­lich noch­mal pas­siert…

      1. Daniel Pereé sagt:

        Naja und selbst wenn sie unbe­rech­tigt ist, wäre es ja sehr schön von den­nen zu hören. Herr Zehrt schreibt ja oben, dass es Ihnen in ers­ter Linie dar­um geht zu sehen, wer mit Bil­dern finn­an­zi­el­les Inter­es­se nach­geht, dass mache ich ja nicht und das sieht man ja auch. Und bis zum 20.7.2011 ist auch nicht mehr lan­ge hin.

    1. Sode­le, gera­de wan­dert die­ser Blog­bei­trag mal wie­der durch die Mün­der… ähm, Web­sei­ten. Die Fra­ge war ja, ob noch jemand Kon­takt zur DAPD auf­ge­nom­men hat.
      – Kon­takt zu Cord Drey­er (Chef des Ladens) -> soll mich an Email-Adres­se xyz wen­den
      – Kon­takt dahin -> Fra­ge-Ant­wort-Spiel­chen mit Rai­ner Höh­ling
      – Der hat sich fast um Kopf und Kra­gen gere­det und es sein las­sen
      – seit­dem habe ich direkt mit der KSP zu tun

      Bei mir im Blog hab ich das alles auf­ge­schrie­ben. Wer Inter­es­se hat…

    1. teezeh sagt:

      Was soll die dpa dazu sagen? Die hat ein auto­ma­ti­sier­tes For­de­rungs-Manage­ment im Sti­le der dapd bis­her offen­sicht­lich nicht für nötig oder sinn­voll erach­tet.

    1. teezeh sagt:

      Hal­lo Ste­fan,

      Dei­ne kon­kre­te Rechts­la­ge ist mir natür­lich nicht bekannt. dapd-Pres­se­spre­cher Wolf­gang Zehrt schreibt aber ja wei­ter oben aus­drück­lich:

      es geht ganz bestimmt nicht dar­um pri­va­te Blog­ger, Web­sites von Ver­ei­nen etc. zu „ver­fol­gen“

      Es wäre doch auf jeden Fall den Ver­such wert, die dapd zu kon­tak­tie­ren und aus­zu­lo­ten, ob sich die For­de­rung nicht aus der Welt schaf­fen lässt.

      1. Stefan sagt:

        Ich wer­de bestimmt die­se Leu­te nicht kon­tak­tie­ren und viel­leicht noch bit­ten und bet­teln.
        Da haben die bei mir den Fal­schen erwischt.

        Zum Glück lebe ich in einer Anwalts­fa­mi­lie.

        Ich wer­de gegen die jetzt mit har­ten juris­ti­schen Mit­tel vor­ge­hen.

        1. teezeh sagt:

          Von bit­ten und bet­teln war ja nicht die Rede. Aber halt uns hier doch mal auf dem Lau­fen­den, wie Dei­ne nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge oder was auch immer Du über­legst sich ent­wi­ckelt und aus­geht. Dürf­te ja noch mehr Men­schen inter­es­sie­ren.

          1. Stefan sagt:

            Hi tee­zeh,

            sehr ger­ne. Aller­dings wer­de ich – bevor nicht alles klar ist – vor­erst kei­ne Anga­ben über mei­ne juris­ti­schen Mit­tel hier machen. Wer weiß denn schon, ob unse­re Freu­de von KSP hier nicht kräf­tig mit­le­sen. :-)

            Ich ver­hal­te mich erst mal so, wie von KSP auf­ge­for­dert. Ich lösche jetzt 11 Jah­re Web­sei­ten­ge­schich­te, alle Inhal­te, von mir erstell­te Gra­fi­ken sowie 11 Jah­re Arbeit wan­dern jetzt in den Papier­korb und wer­den mit dem Gut­mann-Ver­fah­ren ver­nich­tet. Off­line ist die Sei­te ja schon.

          2. teezeh sagt:

            Hi Ste­fan,

            ich ver­ste­he Dei­ne Ver­är­ge­rung. Aber KSP hat Dich sicher nicht auf­ge­for­dert, Dei­ne Web­site off­line zu schal­ten oder gar alle Inhal­te zu löschen, oder?

          3. Stefan sagt:

            Das Pro­blem ist, der Text wird nicht zitiert. Es wird eine URL ange­ge­ben.
            Da ich nicht ein­ord­nen kann, wo sich der Text mit der angeb­li­chen Urhe­ber­rechts­ver­let­zung befin­det, muss ich die kom­plet­te Web­sei­te schlie­ßen.

            Mei­ne Web­sei­te war aus­schließ­lich auf ein Daten­bank­sys­tem auf­ge­baut. D.h. der Text auf der ange­ge­be­nen URL kann über­all auf­tau­chen, wenn ange­for­dert.

            Daher muss­te ich alles schlie­ßen und 10 Jah­re Arbeit kom­plett löschen. Ich ver­hal­te mich nur, wie im Schrei­ben ange­for­dert.

          4. teezeh sagt:

            Du meinst es wird ein URL ange­ge­ben, der nicht ein­deu­tig auf einen bestimm­ten Blog­post ver­weist? Das ist doch ein Witz!

          5. Stefan sagt:

            Genau, es wird nur eine URL ange­ge­ben.
            Bei einer auf MYSQL Daten­bank­ab­fra­gen basie­ren­de Web­sei­te kann die­ser Text z..B. über die Such­funk­ti­on über­all erschei­nen.

            Hät­te KSP mir nur den Text genannt, hät­te ich auch nur den Text gelöscht.
            So wur­de ich genö­tigt, das kom­plet­te Web­an­ge­bot zu ent­fer­nen und dies – wie ange­for­dert – auch von all mei­nen Daten­trä­gern. 10 Jah­re Arbeit für’n Arsch (wenn ich mir den aus­druck erlau­ben darf)

  25. KSP-Brief Empfänger sagt:

    Hi,

    KSP scheint aktu­ell ein sehr mun­te­res Busi­ness zu betrei­ben :)

    Das Gan­ze läuft wohl weit­ge­hend auto­ma­ti­siert ab – kann mir kaum vor­stel­len, dass da jemand prüft, ob es einen klei­nen Blog­ger tref­fen wür­de. Und das bestä­ti­gen die Aus­sa­gen hier ja auch.

    Auto­ma­ti­sier­te Seri­en­ab­mah­nun­gen an Betrei­ber klei­ner Web­sei­ten sind aus mei­ner Sicht „das Geschäft mit der Angst“ – und es ist sehr, sehr scha­de, wenn jemand des­we­gen sei­ne Web­site auf­gibt.

    Ich kann nur den Kopf schüt­teln, wenn eine Agen­tur wie dapd – die ich bis­her für seri­ös gehal­ten habe – auf die­se Wei­se ver­sucht ihre Ren­di­te zu ver­bes­sern ;)

    Hat­te ges­tern auch so ein Schrei­ben im Brief­kas­ten. Da hat­te in mei­nem Forum vor 5 Jah­ren ein User in einem Bei­trag irgend­was von denen zitiert.
    Natür­lich ist es nach dem Tele­me­di­en­ge­setz so, dass man als Sei­ten­be­trei­ber für so etwas nicht haf­tet, son­dern nur den Bei­trag ent­fer­nen muss.

    KSP kennt das TMG sicher auch, aber so genau wer­den sie die Sachen eben nicht anschau­en. Denn den Gewinn wird hier eher die Quan­ti­tät als die Qua­li­tät der Arbeit brin­gen.

    Ärger­lich ist natür­lich, dass man nun dem eige­nen Anwalt ein­schal­ten muss, denn der kos­tet natür­lich auch sein Geld. Bei den knapp 500 EUR, die KSP ver­langt, wird es finan­zi­ell kei­nen gro­ßen Unter­schied machen. Aber man mag den eige­nen Anwalt irgend­wie doch deut­lich mehr :)

    Süß auch der Hin­weis am Ende des Schrei­bens namens „War­um die dapd nach­rich­ten gmbh gegen Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen vor­geht“ …
    Da könn­te eine dapd als seriö­se Nach­rich­ten­agen­tur doch auch mal die Wahr­heit sagen – wie wäre es z.B. mit „Wir wol­len nur Ihr Bes­tes – Ihr Geld“ ;)

    Gruß

    1. HP-baukasten-Service sagt:

      Wie ist die Sache aus­ge­gan­gen??? Ich hab näm­lich als Gra­tis-Home­page-Bau­kas­ten­be­trei­ber genau das sel­be Pro­blem:
      Heu­te kam eine Zah­lungs­auf­for­de­rung , weil einer mei­ner User einen urhe­ber­rechtl. geschüt­zen Text auf sei­ne Home­page gestellt hat. Der Home­page-Ser­ver bzw die Top-Leverl-Domain wird aber von mir betrie­ben. Wär toll, wenn Du Dich mel­den könn­test.

  26. Auch ein KSP-Empf. sagt:

    Auch ich hat­te ein Schrei­ben in mei­nem Brief­kas­ten.
    Bereits mehr­fach schrieb ich die DAPD an, mit der Bit­te um Klä­rung des Sach­ver­halts.
    Ich habe bis heu­te kei­ne Ant­wort erhal­ten.

    Ich fin­de es schon etwas schä­big, Zah­nungs­auf­for­de­run­gen zu ver­sen­den
    und dann wird einem die Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­wei­gert.

    1. teezeh sagt:

      An wel­che Adres­se bei der dapd hast Du Dich gewen­det? Ich emp­feh­le copyright@​dapd.​de. Wobei man auf­grund des auto­ma­ti­sier­ten For­de­rungs­ver­fah­rens wohl davon aus­ge­hen muss, dass die Agen­tur kei­nes­wegs mit Ein­zel­fäl­len ver­traut ist – und ver­mut­lich auch nur dann reagiert, wenn die For­de­rung unbe­rech­tigt erfolgt (wie in mei­nem Fall)…

  27. Auch ein KSP-Empf. sagt:

    Ich wer­de gezwun­gen, mein kom­plet­tes Forum nach einem bestimm­ten Bei­trag zu durch­su­chen, um Tex­te mit Urhe­ber­rechts­ver­let­zung zu fin­den. Im Schrei­ben von KSP wur­de weder ein Screen­shot, noch ein Text bei­gestellt – nur eine URL wird auf­ge­führt.

    Es ist ein Ver­stoß gegen die Mei­nungs­frei­heit, wenn ich jetzt jeden Text mei­ner Foren­be­nut­zer durch­leuch­te und dann evtl. raus­lö­sche. Ich bin doch nicht bei der Sta­si!

    Es gibt so viel Schmud­del­sei­ten sowie Blogs mit rechts­ra­di­ka­len Hin­ter­grund im Inter­net – dage­gen wir nichts gemacht.

    Das zeigt doch, wie per­vers die­se gan­ze Abmahn­ma­fia doch ist.

    1. teezeh sagt:

      Dass Du das Forum durch­su­chen musst, ist frag­los ärger­lich. Mit einem Ver­stoß gegen Mei­nungs­frei­heit oder gar Sta­si hat das aller­dings nun wirk­lich über­haupt nichts zu tun. Und natür­lich wird etwas gegen rechts­ra­di­ka­le Sei­ten und Blogs unter­nom­men – vor­aus­ge­setzt, jemand mel­det das an pas­sen­der Stel­le.

  28. Stefan Kretz sagt:
  29. Vie­len Dank für die inter­es­san­te Dis­kur­si­on.

    Heu­te erreich­te mich eben­falls ein Schrei­ben bezüg­lich einer Urhe­ber­ver­let­zung der dpa Deut­sche Pres­se Agen­tur in Ham­burg. Wie kann eine insol­ven­tes Unter­neh­men wei­ter­hin For­de­run­gen gel­tend machen? Was ist nun zu tun? Ich freue mich auf Eure Unter­stüt­zung.

    1. teezeh sagt:

      Hal­lo Herr Fuhr­mann,

      ich wüss­te nicht, dass die KSP auch im Auf­trag der (alles ande­re als insol­ven­ten) dpa abmahnt. Oder mei­nen Sie die zum zwei­ten Mal und wohl end­gül­tig insol­ven­te dapd?

      Wie auch immer: Ihre Web­sei­te ist kein pri­va­tes Blog so wie die­se hier – da ist die Lage aus Sicht der dpa/dapd ver­mut­lich anders als in mei­nem Fall.

      Und ohne die Details zu ken­nen, kann ich auch kei­ne wei­te­ren Tipps über das hin­aus geben, was schon im Kom­men­tar­thread oben zu fin­den ist…

  30. Olli sagt:

    Es gibt vie­le Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen und auto­ma­ti­sier­te Ver­fah­ren erstel­len Tref­fer­lis­ten. Hie hat man wohl sei­tens des Man­dan­ten ver­säumt, die Tref­fer­lis­te rich­tig aus­zu­wer­ten, denn die Gra­fik, erstellt in den USA und her­um­ge­reicht in der US-Poli­tik-Bericht­erstat­tung, hat hier wohl kaum einen Rech­te­inha­ber, der hier­zu­lan­de dar­aus eine Zah­lung ablei­ten kann. Es ist klar, dass sich Urhe­ber gegen den Bil­der­klau weh­ren und ent­spre­chen­de auto­ma­ti­sier­te Such­ver­fah­ren nut­zen, doch jeder Ein­zel­tref­fer ist zu prü­fen, bevor man sich per Anwalt an Urhber­rechts­ver­let­zer wen­det.

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