Kritik Persönlich

Armes Deutschland, Pixelland

Ich wür­de Euch wirk­lich gern in Goog­le Street View zei­gen, wo ich woh­ne. Kann ich aber lei­der nicht, denn ich habe Nach­barn.

Ich schä­me mich (ganz ehr­lich) für jeden bra­ven deut­schen Mit­bür­ger, der sein Haus in Street View hat ver­pi­xeln las­sen. Das ist schlicht ein Armuts­zeug­nis für unser Land.

Ich bin natür­lich auch der Mei­nung, dass man Goog­le mit der gebo­te­nen Vor­sicht begeg­nen soll­te. Aber wir haben hier wirk­lich ande­re Grün­de zur Sor­ge – wes­we­gen ich auch nicht müde wer­de, wei­ter­hin jedem „Angriff auf die Frei­heit“ von Juli Zeh und Ili­ja Tro­ja­now zur Lek­tü­re zu emp­feh­len.

6 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. lex sagt:

    Glau­be nicht, dass man sich fremd­schä­men muss. Immer das glei­che Pro­blem mit anders den­ken­den :-) Aber – ande­ren zei­gen, wo man wohnt, soll­te auch ohne Street View mög­lich sein.

    1. teezeh sagt:

      Es ist absurd, dass sich Goog­le auf einen Deal mit Ilse Aigner ein­ge­las­sen hat. Der öffent­li­che Raum ist per se öffent­lich (per defi­ni­tio­nem auch nötig eben zur Abgren­zung vom pri­va­ten) und darf als sol­cher natür­lich auch foto­gra­fiert wer­den. Von Goog­le, von Dir und auch von mir.

  2. lex sagt:

    Im Wunsch nach Ver­pi­xelung von Häu­sern eini­ger Men­schen sehe ich weni­ger einen Angriff auf die Pan­ora­ma­frei­heit als ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­blem. War­um soviel Auf­re­gung um ein paar ver­pi­xel­te Häu­ser? Seit den Auf­nah­men hat sich sowie­so schon wie­der jede Men­ge ver­än­dert. Die Graf­fi­ties auf unse­rem Haus gibts jeden­falls schon lan­ge nicht mehr. Da schi­cke ich Freun­den eh lie­ber aktu­el­le Fotos als zu erklä­ren, man möge sich das ohne die Schmie­re­rei­en vor­stel­len.

  3. Jörn Mensching sagt:

    Was ist eigent­lich, wenn die Wider­sprüch­ler aus­zie­hen? Bleibt dann die Fas­sa­de ver­pi­xelt? Da gibt’s offen­sicht­lich noch gar kei­ne Anschluß­re­ge­lung?

    1. teezeh sagt:

      Die Ver­pi­xelung ist irrever­si­bel, sie betrifft auch die Goog­le-Roh­da­ten. Und so schnell lässt Goog­le die Kame­ra­au­tos bestimmt nicht wie­der fah­ren, ist nicht zuletzt auch eine Kos­ten­fra­ge…

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