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Plantronics Backbeat Pro – es muss nicht immer Bose sein

Plantronics Backbeat Pro 1 mit Tasche
Foto: Plan­tro­nics CC-BY-ND

Je vie­ler man fliegt, des­to öfter sieht man vor allem auf lan­gen Stre­cken Men­schen mit lärm­re­du­zie­ren­den Kopf­hö­rern. Bis­lang eine Domä­ne von Bose, des­sen Grün­der da Grund­la­gen­for­schung betrie­ben hat und genü­gend Paten­te erhal­ten hat, um unlängst den Apple-Zukauf Beats Elec­tro­nics wegen Ver­stoß dage­gen zu ver­kla­gen. Bei der akti­ven Lärm­re­du­zie­rung wird grund­sätz­lich Lärm mit einem ad-hoc errech­ne­ten Gegen­si­gnal „aus­ge­löscht“.

Ich bin ja neu­lich mal nach Chi­na geflo­gen und hat­te auf die­ser Rei­se aus­rei­chend Gele­gen­heit, mal einen im Noi­se-Can­cel­ling-Markt rela­tiv neu­en Play­er auf Herz und Nie­ren zu tes­ten: Plan­tro­nics hat­te mir einen Kopf­hö­rer Back­beat Pro zuge­schickt, und der hat mir wirk­lich sehr gut gefal­len. Er kommt in einer sehr schö­nen Tasche, die Ohr­mu­scheln las­sen sich dar­in für den Trans­port flach­le­gen (aber nicht weg­klap­pen).

Plantronics Backbeat Pro frontal
Foto: Plan­tro­nics CC-BY-ND

Der Back­beat Pro trägt ziem­lich dick auf. Jedoch las­sen sich die Bügel für mei­nen Dick­kopf nicht ganz opti­mal weit genug aus­zie­hen, da wäre je ein hal­ber Zen­ti­me­ter oder so mehr bes­ser gewe­sen. Das Ding sitzt trotz­dem sehr kom­for­ta­bel. Nach meh­re­ren Stun­den wird mir per­sön­lich der Anpress­druck ein biss­chen zu stark, das könn­te aber sehr wohl am erwähn­ten Dick­kopf lie­gen.

Die Ver­ar­bei­tung des Plan­tro­nics-Head­sets gefällt mir sehr gut; Mate­ria­li­en und Farb­kom­bi­na­ti­on wir­ken hoch­wer­tig und edel. Ein­zig die bei­den Schal­ter­chen an den Ohr­mu­scheln zum Ein­schal­ten all­ge­mein sowie der Lärm­re­du­zie­rung wir­ken auf mich ein wenig wacke­lig. An die Bedie­nung mit „Rie­sen­tas­ten“ auf den Ohr­mu­scheln und Dreh­reg­lern am Rand gewöhnt man sich rela­tiv schnell.

Plantronics Backbeat Pro seitlich
Foto: Plan­tro­nics CC-BY-ND

Die wich­tigs­ten Unter­schie­de zum und gleich­zei­tig Vor­tei­le gegen­über Boses QC: Der Back­beat Pro funk­tio­niert draht­los (Blue­tooth, dabei Pai­ring mit zwei Gerä­ten). Und hat einen ein­ge­bau­ten Akku, der für 24 Stun­den Noi­se-Can­cel­ling-Betrieb rei­chen soll und sich ein­fach über Micro-USB wie­der befül­len lässt. Falls der Akku leer­läuft, funk­tio­niert der Plan­tro­nics mit dem bei­lie­gen­den Mini­klin­ken-Kabel immer noch als „nor­ma­ler“ Kopf­hö­rer. Sowohl kabel­los als auch ver­ka­belt mit dem Inflight-Enter­tain­ment-Din­gens fand ich den Klang übri­gens sehr gut, neu­tral und trotz­dem eini­ger­ma­ßen druck­voll. Das unver­meid­li­che Grund­rau­schen bei ein­ge­schal­te­tem ANC (Active Noi­se Can­cel­ling) war mini­mal.

Last, but not least kos­tet der Back­beat Pro mit knapp 250 Euro ein biss­chen weni­ger als Boses Quiet­Com­fort für rund 300 Euro. Von der Qua­li­tät der Lärm­re­du­zie­rung neh­men sich Plan­tro­nics und Bose für mein Dafür­hal­ten nichts. Ich hab sie aller­dings bis­her auch nur unab­hän­gig von­ein­an­der auf den Ohren gehabt und kei­ner­lei repro­du­zier­ba­re Mes­sun­gen gemacht (dazu hät­te ich auch gar nicht die nöti­gen Gerät­schaf­ten).

tl;dr: Kann ich wärms­tens emp­feh­len.

P.S: Vol­ker (da hab ich das Ding zuerst gese­hen) und WIRED hat der Back­beat Pro auch sehr gut gefal­len.

Autor

Thomas Cloer ist Corporate Communications Manager in München. Hier schreibt er privat über allerlei, was ihn so interessiert.

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