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Panasonic KX-PRW120: Schöner Schein

Panasonic KX-PRW120
Foto: Pana­so­nic

Nach­dem ich unlängst im Ange­bot von Pana­so­nic end­lich mal ein Schnur­los­te­le­fon ent­deckt hat­te, das mir optisch zusag­te, habe ich mir das KX-PRW120 mal zum Tes­ten bestellt und in Ruhe aus­pro­biert. Dabei bin ich rela­tiv schnell zu dem Schluss gekom­men, dass das Tele­fon doch nichts für mich ist.

Optisch fin­de ich das KX-PRW120 auch in der Rea­li­tät sehr gelun­gen (falls es Euch eher an einen Rasie­rer erin­nert – de gus­ti­bus non est dis­pu­tan­dum), die Mate­ria­li­en wir­ken hoch­wer­tig und die Ver­ar­bei­tung ist gut. Aller­dings ist es mir ein Rät­sel, war­um Pana­so­nic für die Unter­sei­ten von sowohl Mobil­teil als auch Basis wei­ßen Kunst­stoff gewählt hat; Schwarz wäre hier ein­deu­tig die bes­se­re Wahl gewe­sen.

Die Basis des Tele­fons lässt sich als WLAN-Repea­ter ver­wen­den – im Prin­zip char­mant, jedoch lei­der witz­los, wenn man so wie ich mit VoIP über die Fritz!Box tele­fo­niert und die Basis irgend­wo nah beim Rou­ter auf­stel­len muss. Über Wi-Fi kann man mit­tels einer App von Pana­so­nic zwar iPho­nes und Andro­id-Smart­pho­nes als wei­te­re Mobil­tei­le ein­bin­den – aller­dings hält die­se App dau­er­haft eine Funk­ver­bin­dung und belas­tet ent­spre­chend den Akku des Smart­pho­nes. Blue­tooth für bei­spiels­wei­se Head­sets hat Pana­so­nic lei­der nicht ein­ge­baut.

Mit dem fla­chen Tas­ten­feld des KX-PRW120 kom­me ich per­sön­lich nicht beson­ders gut zurecht, das gilt ins­be­son­de­re für das Steu­er­kreuz im obe­ren Bereich. Am meis­ten habe ich mich aber über die Menü­füh­rung und hier ins­be­son­de­re über das Adress­buch geär­gert. Sowohl das Anle­gen von Kon­tak­ten als auch das Suchen und Anru­fen erfor­dert über­mä­ßig vie­le Tas­ten­drü­cke. Man kann zwar bis zu drei Ruf­num­mern pro Kon­takt anle­gen, aber die­se nicht mar­kie­ren als Arbeit/Privat, Mobil oder Fax. Und die „Kurz­wahl­tas­ten“ sind eher Lang­wahl­tas­ten, da habe ich die Ruf­num­mer schnel­ler direkt ein­ge­tippt.

Es gibt auch in der kom­plet­ten Menüh­ier­ar­chie nir­gends ein „Zurück“ auf die nächst­tie­fe­re Ebe­ne; man muss stets ganz von vorn begin­nen, wenn man sich irgend­wo ver­tippt hat. Was mich eben­falls stört: Lässt man das Dis­play nicht dau­er­haft beleuch­tet, son­dern wäh­rend des Ladens auf der Basis aus, gibt es kei­ner­lei opti­sches Signal für ver­pass­te Anru­fe oder auf­ge­zeich­ne­te Nach­rich­ten.

Ich bin jeden­falls reu­mü­tig zurück­ge­kehrt zu mei­nem Punkt. DP 01. Das ist zwar auch nicht per­fekt, aber für mich immer noch der bes­te Kom­pro­miss aus Tech­nik und Gestal­tung.

tl;dr: Ziem­lich schö­ne Hard­ware, aber lei­der schlech­te Soft­ware.

Autor

Thomas Cloer ist Corporate Communications Manager in München. Hier schreibt er privat über allerlei, was ihn so interessiert.

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