Kritik Persönlich

heute“ ist mir zu virtuell

"heute": Steffen Seibert vor 3D-Krümmel

So, das war also die ers­te „heute“-Sendung aus dem neu­en vir­tu­el­len Nach­rich­ten­stu­dio, in das das ZDF 30 Mil­lio­nen Euro gesteckt hat. Mich hat das jetzt nicht vom Sofa geris­sen, ganz ehr­lich. Die Far­ben sind über­haupt nicht mei­ne. Außer­dem sieht das Gan­ze wirk­lich ZU vir­tu­ell aus. Und wenn ich Nach­rich­ten anschaue, möch­te ich kei­nes­falls an Second Life erin­nert wer­den.

Die­ses 3D-Krüm­mel fand ich voll­kom­men über­trie­ben und daher über­flüs­sig. Da s/wollte die Gra­fik wohl mal zei­gen, was sie drauf hat – den Infor­ma­ti­ons­wert für die meis­ten Zuschau­er set­ze ich mal nahe Null an (außer viel­leicht ich bin Ter­ro­rist und möch­te wis­sen, wo ich mei­ne Bom­be beim AKW am bes­ten depo­nie­re). Ich bin auch ehr­lich kein Fan von Vier­fach-Split­screens mit pixe­li­gen You­Tube-Clips aus dem Iran. Zumal, wenn Sei­bert dazu im Off erzählt, dass eine seriö­se Bericht­erstat­tung aus dem Iran die­ser Tage eigent­lich unmög­lich ist.

Nun ja, beim ers­ten Mal tut’s ja bekannt­lich immer weh… Im Moment habe ich noch das Gefühl, dass mir das Visu­al Design von „tages­schau“ und „tages­the­men“ mehr zusagt. Aber viel­leicht ist das neue ZDF-Stu­dio ja auch ein­fach nur gewöh­nungs­be­dürf­tig. Und das Ers­te kommt mir in einer Woche alt­ba­cken und anti­quiert vor.

Klei­nes Update: Und das hier meint ein Pro­fi dazu – Dr. Kai Gniff­ke, ARD-aktu­ell Chef­re­dak­ti­on. Dem ging’s wohl ein biss­chen ähn­lich.

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