Kritik Unterwegs

Die Deutsche Bahn bestraft Kunden mit Kreditkarte oder PayPal

ICE der Deutschen Bahn im Bahnhof Ingolstadt

Die Bahn schreibt:

In den letz­ten Jah­ren sind die Bear­bei­tungs­ge­büh­ren, die Kre­dit­kar­ten­an­bie­ter der Deut­schen Bahn in Rech­nung stel­len, stark gestie­gen. Mitt­ler­wei­le lie­gen die­se für die DB bei einem mitt­le­ren zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen-Betrag.

Das ist ärger­lich für die Bahn, klar. Dann legen wir das doch am bes­ten auf den Kun­den um, der unbe­dingt die­sen neu­mo­di­schen Kram benut­zen will.

Des­halb wer­den künf­tig Kun­den, die sich beim Kauf von Fern­ver­kehrs­pro­duk­ten für eine Zah­lung mit Kre­dit­kar­te oder Pay­Pal ent­schei­den, an die­sen soge­nann­ten Dis­agio­kos­ten betei­ligt.

So kön­nen die­se Kun­den wei­ter­hin die Vor­tei­le der Zah­lung mit Kre­dit­kar­te und Pay­Pal nut­zen – und die­je­ni­gen Kun­den, die ande­re Zah­lungs­ar­ten bevor­zu­gen, sind hier­von nicht betrof­fen.

Vie­len Dank auch.

Mit Last­schrift­ver­fah­ren und SOFORT Über­wei­sung bei bahn​.de oder Bar­geld und Giro­card (ec-Kar­te) bei DB Rei­se­zen­tren, DB Agen­tu­ren und DB Auto­ma­ten bie­tet die DB zahl­rei­che kos­ten­lo­se Alter­na­ti­ven an.

Na, das nen­ne ich doch mal Kun­den­ori­en­tie­rung. Nicht.

So rela­ti­viert sich auch die behaup­te­te „Null­run­de“ in der 2. Klas­se. Und die Züge fah­ren wei­ter immer lang­sa­mer.

Autor

Thomas Cloer ist Corporate Communications Manager in München. Hier schreibt er privat über allerlei, was ihn so interessiert.

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