Kritik

Bing in der tagesschau

Bing in der tagesschau

Die tages­schau-Mel­dung zu Bing vor­hin war schwach. Rich­tig schwach, fin­de ich. War­um?

  1. Goog­le ist längst weit mehr als ein „Inter­net-Such­dienst“.
  2. Micro­soft ist nicht der welt­weit größ­te Com­pu­ter­kon­zern.
  3. Es gab kei­ne Aus­sa­ge dazu, auf wel­chen Markt sich die genann­ten „Markt­tei­le“ bezie­hen.
  4. Gezeigt wur­de die deut­sche Bing-Sei­te, auf der aber bis­her noch Win­dows Live Search läuft.
  5. Es geht um viel mehr als ums Suchen – es geht um die Anzahl der Nut­zer.“ Aha.
  6. Frau Ritz darf kom­men­tar­los ihre Mar­ke­ting-Bot­schaft abson­dern.
  7. Und dann ist auch noch „das Image ent­schei­dend“ – dazu pas­send (?) das schi­cke Meta­ger-Logo und der zer­streu­te Pro­fes­sor.

Was der unbe­darf­te Zuschau­er damit anfan­gen soll, ist mir ein Rät­sel. Womög­lich fühlt er sich durch die Aus­sa­gen des geschätz­ten Kol­le­gen Rep­pes­gaard auch noch dazu beru­fen, jetzt erst­mal Bing zu benut­zen, damit Red­mond­chen dem bösen Goog­le-Wolf ein paar Pro­zent Markt­teil abneh­men kann?

Und wenn schon. Wäh­rend Micro­soft Goog­le wie inzwi­schen gewohnt hin­ter­her­läuft, schi­cken sich des­sen Ent­wick­ler schon mal an, mit Wave die ver­netz­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und Zusam­men­ar­beit zu revo­lu­tio­nie­ren. Gut, dass ich nicht dabei war, als Ste­ve Ball­mer das Wave-Video gese­hen hat…

Update: Eben gese­hen, dass die Redak­ti­on der tages­schau in Ham­burg den Bei­trag offen­bar selbst auch nicht so ganz koscher fand…

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