"Faszinierend" würde Mr. Spock wohl zur Sprachsuche sagen, die Google jetzt auch in Chrome für den Desktop anbietet (ab Version 27) -- wenn auch noch nicht "conversational" mit dem Deutschen. Trotzdem macht das schon bannig viel Spaß und funktioniert überraschend gut. Eins aber kriege ich ums Verrecken nicht…
Google hat seinem Browser Chrome in der neuesten Dev-Channel-Version ein neues Icon spendiert. Weniger verspielt, weniger dreidimensional, weniger glänzend. Mir gefällt es -- bis auf den weißen Ring um die blaue "Nabe", der mich irgendwie stört. Ob das Design bereits final oder eher ein Testballon ist, weiß ich…
Vorweg: Ich schreibe das hier für alle, die wissen, was ein Browser ist beziehungsweise dass Browser als solche überhaupt existieren (bei allen anderen ist eh Hopfen und Malz verloren).
Viele Menschen surfen im World Wide Web einfach mit dem Browser, den sie auf ihrem Rechner vorfinden. Unter Windows ist das der Internet Explorer, auf dem Mac Safari. Die sind beide ganz ok (solange es sich nicht um den total veralteten IE6 von Windows XP handelt). Es gibt aber Alternativen, die deutlich besser sind - man muss sie nur erst bewusst herunterladen und installieren. Das lohnt sich! In Deutschland ist schon seit Jahren der aus den Überresten von Netscape hervorgegangene Open-Source-Browser Firefox besonders beliebt -- unter anderem deswegen, weil er sich über vielfältige Add-Ons erweitern lässt.
Ich persönlich finde aber einen anderen Browser noch viel besser, nämlich Chrome von Google. Nicht weil, sondern obwohl er von Google ist. Chrome ist aktuell der beste Browser, und zwar für Windows und für Mac OS X (zu Linux kann ich nichts sagen, weil ich damit nicht regelmäßig arbeite). Er basiert auf der Open-Source-Rendering-Engine WebKit (die auch in Apple Safari und vielen mobilen Browsern steckt) und dem ebenfalls quelloffenen Projekt Chromium. WebKit steht synonym für Unterstützung von Standards und auch ganz neuen Techniken wie HTML5.
Chrome kann man nicht etwa bei www.chrome.de, sondern von www.google.de/chrome herunterladen. Das empfehle ich grundsätzlich jedem, um den Google-Browser zumindest mal auszuprobieren. Wer das tut, wird auf Anhieb feststellen, dass Chrome einfach verdammt schnell ist. Das bezieht sich sowohl auf den Programmstart als auch auf das Laden und Darstellen von Webseiten aller Art, insbesondere solcher mit anspruchsvollem JavaScript.
Genial finde ich außerdem die sogenannte Omnibox -- das ist ein kombiniertes Eingabefeld für Webadressen (URLs) und Suchbegriffe. Wenn man damit ein bisschen gearbeitet hat, möchte man nie wieder an einen Browser zurück, der dafür zwei getrennte Felder anbietet. Wer jetzt übrigens glaubt, mit Chrome könne man nur bei Google suchen, der irrt: Man kann ebensogut Bing, Yahoo! oder auch eine noch viel exotischere Suchmaschine als Standard vorgeben, so wie sich das für einen modernen Browser gehört.
Mit dem letzen Dev Channel Update von Chrome auf Version 4.0.288.1 habe ich den Google-Browser auch auf dem Mac zum Standard gemacht (unter Windows im Büro war er das schon sehr, sehr lange). Das neue Entwickler-Release -- muss man übrigens händisch neu installieren, die älteren 4.0.249.x-Builds aktualisieren sich…
Nun ist er also endlich Beta, der Google-Browser Chrome für den Mac (ich bin allerdings schon wieder auf dem Dev channel). Zeitgleich mit einer Ausführung für Linux. Chrome für den Mac ist simpel, schnell und sicher, was Google in seiner Ankündigung auch entsprechend herausstellt. Jedoch haben die Entwickler…