Touch ID ist ein Game Changer

iPhone 5s Fingerabrucksensor
Foto: Apple

Seit Montagnachmittag habe ich das iPhone 5s zum Testen. In Gold. Abgesehen davon sieht es bekanntlich aus wie das iPhone 5 und verhält sich auch so. Natürlich ist es noch mal schneller geworden laut Specs -- aber das merkt man bei alltäglichen Anwendungen nicht, weil das iPhone 5 einfach schon sauschnell war.

Den Unterschied macht für mich klar Touch ID. Nach dem sorgfältigen, aber mühelosen Einlesen meiner beiden Daumenabdrücke kann ich nun das Gerät mit einem kurzen Druck auf den Home-Knopf entsperren, wenn ich den Daumen noch einen Sekundenbruchteil auf dem Button belasse. Kein nerviges Eintippen eines PIN-Codes mehr. Genau so muss grundlegende Sicherheit bei einem Gerät funktionieren, das auch für den Consumer-Markt gedacht ist. Wir reden hier wohlgemerkt nicht von "Enterprise-Class"-Security für Krypto-Freaks; genau deswegen interessiert mich auch die "Hack"-Geschichte vom CCC nicht die Bohne. Die geht nämlich an der Realität vorbei -- weil die sieht so aus, dass die Hälfte aller iPhone-Nutzer ihr Gerät gar nicht absichern, weil ihnen die Handhabung der angebotenen Mechanismen auf die Dauer einfach zu nervig war.

Meine Aussage ist ganz klar: Wer Touch ID einmal benutzt hat, wird es nie wieder missen wollen.

Natürlich hat das 5s auch sonst noch eine Menge interessanter Neuigkeiten zu bieten. Eine etwas bessere und schnellere Kamera (Zeitlupen-Video macht richtig Spaß) zum Beispiel. Was der A7, M7 und das iOS mit 64 Bit tatsächlich zu leisten vermögen, müssen die App-Entwickler allerdings erst noch unter Beweis stellen.

Eine längere Akkulaufzeit als beim iPhone 5 hätte ich mir ja gewünscht. Wer die will, muss zum 5c greifen -- das hat die gleiche Technik wie das 5er, aber einen größeren Akku. Was mir übrigens aufgefallen ist beim Anschauen der kompletten 5c-Palette: Die Farben sind ein klein wenig pastelliger (und damit weniger Nokia) als sie auf der der Webseite rüberkommen. Was mir sehr gut gefällt.