Frage mal zu SEPA, IBAN, BIC und Co

Ich lebe nun schon viele Jahre mit einer Bankverbindung. Die bestand aus einer Kontonummer, bei mir siebenstellig, und einer Bankleitzahl aus acht Ziffern. Die konnte ich mir merken. Mittlerweile werde ich praktisch durchgängig genötigt, stattdessen mit einer IBAN mit 22 Stellen (immerhin nutzt Deutschland nicht die maximal möglichen 34 aus) zu hantieren, die ich mir nicht mehr merken will. Und natürlich muss ich beim Empfänger von Überweisungen auch ständig solche Zeichenungetüme eintragen. Erschwerend dazu kommt dann noch BIC statt BLZ mit acht oder elf Zahlen und Buchstaben.

SEPA-Überweisung
Foto: Data Becker via Amazon.de

Der Sinn von SEPA und ISO 9362 für die Finanzwelt erschließt sich mir ja sehr wohl -- für mich persönlich vermag ich ihn allerdings weniger zu erkennen. Die Banken und Geldinstitute können IBAN und BIC ja liebend gern für ihre internen Prozesse verwenden. Solange sie diese sperrigen Konstrukte vor uns verstecken, wenn wir sie nicht benötigen. Und ich gehe mal davon aus, dass die meisten Menschen hauptsächlich Inlandsüberweisungen tätigen.

Dass IBAN und BIC unhandlich sind, beweist unter anderem das Aufkommen von Krücken wie Girocode bei Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken.

Also, liebe Finanzdienstleister: Warum verbergt ihr nicht einfach die erzwungene neue Komplexität vor uns? So als Dienst am Kunden?